Der Seniorenblog aus Sachsen

Ausländische Pflegekräfte

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Haushaltshilfen aus Osteuropa – was Sie unbedingt beachten sollten

In Deutschland steigt jährlich die Anzahl der Menschen, welche im Alter auf Pflege angewiesen sind. Inzwischen sind dies etwa ein Drittel aller Senioren über 75 Jahre.

5613705286_425d9b08bdDie Pflegedienste in Deutschland werden meistens dann unbezahlbar, wenn es um eine 24 Stunden Betreuung von pflegebedürftigen Menschen geht. Nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten sich dann eine „Rund-um-die Uhr“ Pflege zu leisten. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Angehörige von pflegebedürftigen Menschen für eine Pflegekraft aus Osteuropa.

Jedoch muss man bei dieser Entscheidung bestimmte gesetzliche Vorschriften beachten. 

Bedingt durch die Möglichkeiten der Europäischen Union (EU) arbeiten seit vielen Jahren osteuropäische Haushaltshilfen und Pflegekräfte bei uns in Deutschland.

Unbedingt wichtig ist es, dass man den legalen Weg geht. Zwischenzeitlich gibt es auch viele illegale Schwarzarbeiterinnen, welche ihre Dienste anbieten. Diese sollten man auf jeden Fall ablehnen, da die Folgen strafrechtlicher Natur und zivilrechtlicher Natur sein können.

Aus diesen Gründen ist es zu empfehlen, sich eine Haushaltshilfe oder Pflegekraft über die Bundesagentur für Arbeit  zu beschaffen.

77aa1fb991b7397d785a16c262cb05b0Seit dem 1. Mai 2011 gilt nun die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Staaten, die im Mai 2004 der EU beigetreten sind. Dazu gehören: Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Estland, Lettland und Litauen. Dadurch ist es Angehörigen nun möglich, sich selbst und damit unter Umständen zügiger um eine Pflegekraft zu kümmern – vorher waren direkte Arbeitsverträge mit den Helferinnen illegal, da die Frauen in Deutschland nicht angestellt werden durften.

Das hat sich nun geändert. Angebote gibt es entsprechend viele im Internet. Wichtig ist, dass Sie auf die richtige Vorgehensweise achten, wenn Sie eine Haushaltshilfe z.B. aus Polen zur Unterstützung hinzuziehen möchten.

Ab dem Moment, wo man eine ausländische Pflegekraft (auch Haushaltshilfe) anstellt, wird man zum Arbeitgeber

Die Hilfsperson muss offiziell bei der Meldebehörde angemeldet werden und benötigt eine Lohnsteuerkarte, die der Arbeitgeber beantragen muss. Außerdem ist eine Unfallversicherung abzuschließen. „Momentan handhaben das in Deutschland etwa 12 000 Familien so“, heißt es bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, die solche Hilfen vermittelt.

Der Vorteil: Die Hilfskraft kann bei der zu pflegenden Person einziehen und ist im Notfall rund um die Uhr verfügbar (es gilt die gesetzliche Arbeitszeitbegrenzung).

Der Nachteil für den Arbeitgeber besteht darin, dass im Krankheitsfall der Lohn weiter gezahlt werden muss. Zudem muss ein deutscher Mindestlohn sowie Sozialabgaben gezahlt werden.

Haushaltshilfen können auch als Selbstständige auftreten. Für die Arbeitgeber bedeutet das weniger Verantwortung und geringere Kosten. Die Helfer müssen selber ein Gewerbe anmelden und arbeiten auf eigene Rechnung. Voraussetzung ist allerdings, dass sie in mindestens zwei Haushalten arbeiten – ansonsten handelt es sich um eine Scheinselbstständigkeit, und die ist für beide Seiten strafbar. Schwierig wird es also schon, wenn die Betreuungskraft wie im Fall von Frau B. mit im Haus wohnen soll. Über Portale wie Pflegeagenten, Pflegeprofis oder Haushaltshilfen.de lassen sich freiberufliche Hilfen finden.

Eine weitere Möglichkeit ausländische Pflegekräfte (EU) zu bekommen ist, dass z.B. eine polnische Firma Pflegekräfte nach Deutschland entsendet. Die anfallenden Steuern und Sozialabgaben werden dann in Polen von der Firma bezahlt. In der Regel werden die ausländischen Pflegekräfte nach 3 Monaten ausgetauscht. Auch hier gilt darauf zu achten, dass die Beschäftigung der Ausländischen Pflegekraft kein „verdecktes Arbeitsverhältnis“ darstellt.

Kosten für die ausländischen Haushaltshilfen bzw. Pflegekräfte

670957_web_R_by_Andreas Hermsdorf_pixelio.deDie Kosten für Pflegeleistungen werden im Regelfall von den Krankenkassen übernommen. Für Betreuungshilfen wird nichts gezahlt, jedoch kann man sich das Pflegegeld für die häusliche Pflege auszahlen lassen.

Die Kosten hängen weithin von der Qualifizierung der Hilfskraft sowie der deutschen Sprachkenntnisse ab.

Bildquelle: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Im Durchschnitt kann man von Kosten in Höhe von 1.300 € bis 2.5 € monatlich ausgehen. Davon wurden bereits die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung abgezogen.

Zwischenzeitlich gibt es im Internet viele Agenturen, welche sich auf die Vermittlung von Haushaltshilfen und Pflegekräften aus Osteuropa spezialisiert haben.

Bildquelle:Q-Pictures/pixelio.de

Textquellen: auszugsweise Tagesspiegel / T-online.de

 

 

 

 

 

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