Der Seniorenblog aus Sachsen

Der Pflegekraftmangel und seine Folgen

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Es ist schon lange kein Geheimnis mehr und über das Thema werden in der Politik bereits hitzige Diskussionen geführt. Die Rede ist vom Pflegekraftmangel. Der fortschreitende demografische Wandel sowie die moderne Medizin sorgen dafür, dass die Menschen immer länger leben. Das mag zwar erfreulich sein, bringt aber auch viele Probleme mit sich. Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig und da viele von ihnen auf besondere Pflege angewiesen sind, steigt auch der Bedarf nach entsprechenden Pflegekräften stark an.

Das Berufsbild der Pflegekraft ist dabei gerade für junge Menschen nicht sehr attraktiv. Eine harte Ausbildung sowie schlechte Bezahlung unter enormen Stress sorgen dafür, dass viele vor dem Beruf zurückschrecken. Die Politik ist dort gefragt, wieder für bessere Verhältnisse zu sorgen.

Die Rechte eines pflegenden Angehörigen

Nicht selten werden pflegebedürftige Menschen von ihren eigenen Angehörigen versorgt. Entweder weil es aus Kostengründen nicht anders geht oder weil das Vertrauen in die würdevolle Versorgung in diesen turbulenten Zeiten der Unklarheiten nicht mehr gegeben ist. Da Angehörige oft nicht über die nötige Ausbildung verfügen, wird von vielen Einrichtungen eine entsprechende Pflegeschulung angeboten, die essentielle Kompetenzen vermitteln soll.

Wer einen Angehörigen selbst pflegt, steht meist vor einem komplett umstrukturierten Leben. Die angemessene Pflege ist sehr zeit- und kostenintensiv und darf daher nicht unterschätzt werden. Aber es gibt Hilfe vom Staat. Als pflegender Angehöriger stehen einem einige Rechte zu. Zum einen gibt es natürlich viele Beratungsstellen, bei denen sich Laien professionelle Hilfe holen können. Seit dem 1. Januar 2016 hat jeder pflegende Angehörige einen Anspruch auf eine individuelle Fallbegleitung und Pflegeberatung durch seine Pflegekasse. Finanzielle Hilfen werden darüber hinaus auch geleistet. Bei den Pflegekassen gibt es verschiedene Leistungen, die man dort formlos beantragen kann. Eine Leistung ist die Übernahme der Pflegekasse für Betreuungskosten bei Entlastungsangeboten. Diese Leistung entspricht im Normalfall 125 Euro und kann für verschiedene Entlastungsangebote eingesetzt werden. Die Angebote können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, daher sollte man sich da genauer bei einem Pflegestützpunkt oder bei der Pflegekasse erkundigen.

Ist ein pflegender Angehöriger berufstätig, hat er laut Gesetz für die Dauer von maximal sechs Monaten einen Anspruch auf Pflegezeit. In dieser Zeit bezieht er allerdings kein Gehalt, kann aber einen Teil des Lohnverlustes mit einem zinslosen Darlehen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ausgleichen. Wer sich dennoch entscheidet, neben der Pflege weiterhin zu arbeiten, kann unter Umständen die wöchentliche Arbeitszeit für die maximale Dauer von zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren. Dies ist dann die sogenannte Familienpflegezeit. Als pflegender Angehöriger hat man also durchaus einige Rechte, die man in Zeiten des starken Pflegekraftmangels durchaus in Anspruch nehmen sollte.

 

 

 

 

 

Autorenteam Sonja und Harry Bode