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Gesetzliche Pflegeversicherung

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Das sollten Sie wissen, wenn Sie eine Pflegestufe beantragen

Wortwolke Pflege

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildrechte: © matthias21 – Fotolia.com

 

Diese Seite wird auf Grund der

gesetzlichen Veränderungen überarbeitet

Um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beziehen, müssen Sie zunächst die richtige Pflegestufe beantragen, denn davon ist die Höhe der monatlichen Auszahlungen abhängig.

Die Stufen der Pflegeversicherung sind im ersten Artikel (siehe unten) schon ausgeführt. Nun möchte ich die Anforderungen an die jeweiligen Pflegestufen konkretisieren.

Pflegestufe 1

Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 (erheblich Pflegebedürftige) sind Personen, die bei der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) für mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren dieser drei genannten Bereiche mindestens einmal pro Tag Hilfe benötigen. Außerdem benötigen diese mehrmals pro Woche Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Pflegestufe 2

Pflegebedürftige der Pflegestufe 2 (Schwerpflegebedürftige) benötigen mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten Hilfe und Unterstützung bei der Grundpflege. Darüber hinaus erhalten auch sie mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Pflegestufe 3

Pflegebedürftige der Pflegestufe 3 (Schwerstpflegebedürftige) benötigen rund um die Uhr Hilfe bei der Grundpflege. Auch die hauswirtschaftliche Versorgung können Bedürftige der Pflegestufe 3 nicht selbst erledigen und brauchen folglich mehrfach in der Woche Unterstützung.

Auf Grundlage der einzelnen Pflegestufen ist laut § 15 Absatz 3 des SGB ein bestimmter Mindestzeitaufwand erforderlich:

So beantragen Sie die richtige Pflegestufe

Wenn Sie für einen Ihrer Angehörigen Leistungen aus der Pflegeversicherung beantragen möchten, sollten Sie schriftlich genau festhalten, wie viel Zeit bislang für die Pflege aufgewendet werden muss. Denken Sie dabei auch an kleinere Handgriffe, wie zum Beispiel das Waschen von Händen vor und nach dem Essen. Allerdings geht die Pflegeversicherung bei der Festlegung der Leistungen nicht vom tatsächlichen Zeitaufwand, sondern von bestimmten Richtwerten aus. Neben der eigentlichen Pflege wird auch der Aufwand für die hauswirtschaftliche Versorgung (Putzen, Waschen, Einkaufen) berücksichtigt. Möchten Sie die Pflegestufe beantragen, so tun Sie dies direkt bei der Pflegeversicherung, die dann meist einen Gutachter vorbeischickt und die Höhe der Pflegestufe feststellt.

Was Sie bei einer selbstorganisierten Pflege beachten müssen

Pflegestufe 1: Die Leistung für die häusliche Pflege beträgt für selbst organisierte Pflegepersonen, das heißt für die Angehörigen selbst oder die von ihnen eigenständig organisierten Pfleger, monatlich 235 Euro. Wird die Pflegeleistung eines ambulanten Hilfsdienstes in Anspruch genommen, erfolgt keine Auszahlung, sondern dieser rechnet direkt mit der entsprechenden Pflegekasse ab. Dabei werden maximal 450 Euro pro Monat anerkannt.

Pflegestufe 2: Hierbei beträgt die Höhe der Zahlung für die häusliche Pflege 440 Euro pro Monat, sofern die Pflegepersonen selbst organisiert sind. Die Leistungen an ambulante Hilfsdienste sind auf maximal 1.100 Euro begrenzt.

Pflegestufe 3: Häusliche Pflege wird mit 700 Euro vergütet, ambulante Pflege mit maximal 1.550 Euro.

Nicht alle Leistungen sind durch die Pflegeversicherung abgedeckt

Man muss aber wissen, dass weder die gesetzliche noch die private Pflegeversicherung alle Leistungen abdeckt. Gerade eine Unterbringung im Pflegeheim ist sehr teuer und kann mit 3.000 bis 4.000 Euro zu Buche schlagen.

Quelle: z.T. t-online.de

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