Der Seniorenblog aus Sachsen

Im Alter zuhause wohnen

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Im Alter zuhause Wohnen

Zuhause oder Heim? Für die Mehrzahl unter uns ist das gar keine Frage. Morgens in einer vertrauten Umgebung aufwachen, im eigenen Garten die Rosen bewundern, in der Küche neue Rezepte ausprobieren, im Schuppen handwerkeln, Familie und Freunde einladen, Rückzug und Ruhe finden, eigene Tagesabläufe und Routine beibehalten, mit den Nachbarn tratschen, 30 Jahre Stammkunde im Laden gleich die Straße runter sein, die wohlverdiente Rente selbständig in den eigenen vier Wänden genießen.

Es gibt viele Gründe warum wir gerade im Alter unser Haus oder unsere Wohnung nicht aufgeben möchten. Schließlich bietet das eigene Heim, in dem man jahre- oder jahrzehntelang gewohnt hat, viel Sicherheit und wertvolle Erinnerungen. Doch wer bis ins hohe Alter zuhause wohnen möchte, der sollte sich bewusst auf das Alter und eine mögliche Pflegebedürftigkeit einstellen.

Womöglich wäre es ratsam ein paar größere und kleinere Renovierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen und sich über eventuelle Finanzierungsmöglichkeiten, staatliche Bezuschussung, mobile Unterstützung im Alltag und ambulante Pflegedienste sowie barrierefreies Bauen online zu informieren. Gibt es viele Treppenstufen? Ist ein Aufzug vorhanden? Sitzen Sie im Rollstuhl, brauchen Sie eine Rampe oder ist das Haus im Idealfall vielleicht schon ebenerdig? Wie ist die Infrastruktur? Sind Ärzte, Verwandte und Transportmöglichkeiten in der Nähe?

Wohnen in der Gemeinschaft

Doch wer allein lebt und sich zuhause nicht mehr wohl fühlt, weil die Kinder aus dem Haus sind und der Ehepartner verstorben ist, der vermisst vielleicht den Trubel, die Gesellschaft und das kulturelle Angebot. Wem es so ergeht, der kann neben dem Pflegeheim noch nach Alternativen suchen.

Waschen, Haushalt, einkaufen, kochen, Arzttermine etc. Das alles kostet Kraft, Energie und Zeit. Wie weit kann man den Alltag noch selbst koordinieren? Es fällt nicht leicht sich einzugestehen, dass man sich einsam fühlt oder auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Doch in betreuten Hausgemeinschaften liegt eine eventuelle Lösung.

Warum nicht mit 60 oder 70+ den Umzug in eine Senioren Wohngemeinschaft (Senioren WG), in ein Mehrgenerationenhaus oder in eine Altenwohnanlage wagen und sich ein Stück weit neu erfinden? Stärker pflegebedürftige können hier auch wohnen. Hier kann jeder seine ganz eigene Balance zwischen Privatsphäre und Gemeinschaft finden. Man kann füreinander da sein, Freundschaften schließen, Unterstützung erhalten und weiterhin seinen eigenen Weg gehen. Wer an dieser Wohnform Interesse hat, kann es den eigenen Enkeln und Studenten gleichtun und sich auf Plattformen wie Plus-WG-gesucht nach gleichaltrigen, zukünftigen Mitbewohnern in seiner Stadt umschauen.

Wie wir wohnen möchten, ist sehr individuell. Wichtig ist es vor allem Eigeninitiative zu ergreifen und sich mit dem Thema persönlich auseinander zu setzen. Denn die Nachfrage ist hoch und es wäre ein Fehler diese unvermeidliche Entscheidung allein den Kindern oder anderen Verwandten zu überlassen. Denn nur wer rechtzeitig und eigenständig die Entscheidung trifft, kann für sich selbst die besten Bedingungen schaffen. Wer sich noch weiter informieren möchte, dem seiLeben und Wohnen im Alterder Stiftung Warentest, der Bertelsmann Stiftung, und des Kuratoriums Deutsche Altershilfe empfohlen.

Autorenteam Sonja und Harry Bode