Der Seniorenblog aus Sachsen

Lernen im Alter

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Gedächnistraining im Alter

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht vertrieben werden können.“ Das schrieb im Jahre 1812 der deutsche Dichter Jean Paul. 

10151414_10152019202007076_533375120_nDas Alter eines Menschen bringt viele positive Seiten wie z.B. Erfahrung und Geduld. Aber leider hat auch diese Lebensphase ihre Nachteile. Je größer die Erfahrung ist, desto seltener wird man mit neuen Informationen konfrontiert. Dadurch ist auch das Gehirn weniger gefordert. Sinkende Anforderungen führen aber zu sinkender Leistung.

Bildquelle: Pinterest

Nichts fürchten Menschen mehr, als im Alter ihr Gedächnis zu verlieren, denn mit dem Verlust geht auch die Persönlichkeit des Menschen verloren. Doch dem kann man entgegenwirken. Es ist schon lange bekannt, dass Training das Gehirn fitter hält. Am wichtigsten dabei ist die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, da diese im Alter nachläßt. Früher waren das Spiel „Memory“ und „Kreuzworträtsel“ die Klassiker zum Trainierung des Gedächtnisses. Durch das Internet stehen heute eine große Zahl von Webseiten zur Verfügung, welche sich diesem Thema widmen.

Nur anfangen muss man, auch wenn es am Anfang sehr schwer fällt!

Doch wie funktioniert das Gehirn eigentlich?

80250_web_R_by_Monika Torloxten_pixelio.deDas menschliche Gehirn ist eines der komplexesten und gleichzeitig eindrucksvollsten Gebilde, die die Natur erschaffen hat. Obwohl die Neurowissenschaft als eine relativ junge Disziplin noch in den Kinderschuhen steckt, legen erste Erkenntnisse die Vermutung nahe, dass wir es in vielfacher Hinsicht mit einem Superlativ zu tun haben.

 

Bildquelle: Monika-Torloxten/pixelio.de

Fakten zum Gehirn, welche Sie vielleicht noch nicht wussten:

  • Obwohl jeden Tag ca. 10.000 – 100.000 Gehirnzellen absterben, bedeutet dies einen maximalen Verlust von knapp 10% der Gehirnzellenkapazität am Ende unseres Lebens. Und obgleich mentale Demenzerkrankungen auf dem Vormarsch sind, sprechen viele Studien dafür, dass man bis ins hohe Alter seine Denk- und Gedächtnisleistung trainieren und ausbauen kann.
  • Die Größe des Gehirns und die Anzahl der Synapsen ist geschlechterspezifisch: So umfasst das männliche Gehirn 20%, also knapp 3,5 Milliarden mehr Hirnzellen als das weibliche und ist rund 150 Gramm schwerer. Von diesem Größenunterschied auf die höhere Leistungsfähigkeit des männlichen Gehirns zu schließen, ist allerdings zu kurzsichtig: Studien zeigen vielmehr, dass das weibliche Denkorgan Informationen effizienter verarbeitet als das männliche.
  • Das vollständige Nervennetzwerk des Gehirns erstreckt sich auf mehr als 100 Kilometer Länge.
  • Obwohl das Gewicht des Gehirns, das in der Regel zwischen 1,4 Kilogramm und 1,5 Kilogramm schwer ist und bereits im Säuglingsalter ein Gewicht von knapp 400 Gramm annimmt, nur etwa 1,8% des Gesamtkörpergewichts aufweist, verbraucht es beinahe 20% unserer Energie. Der vollständige Kopf wiegt übrigens etwa sechs Kilogramm.
  • Täglich strömen unglaubliche 1.200 Liter Blut durch unser Gehirn und beliefern es mit fast 75 Litern reinem Sauerstoff.
  • Das Gehirn besteht zu 85% aus Wasser, während der Rest des Körpers einen Wasseranteil von ca. 67% aufweist. Daher ist es empfehlenswert, durch regelmäßiges Trinken von Wasser, Tee und Fruchtsäften für einen konstant hohen Wasserhaushalt zu sorgen.

Hier ein paar Anregungen, wie Sie Ihr Gedächnis trainieren können:

  • Trainieren Sie Ihren Kopf regelmäßig, halten Sie ihn fit. Neben Zahlenspielen, Logikaufgaben, Sudoku-Tabellen oder Kreuzworträtseln ist auch das regelmäßige Lesen oder Kopfrechnen eine geeignete Methode, um der geistigen Degeneration entgegenzuwirken.
  • Sorgen Sie für genügend Sauerstoff. Unser Denkorgan verbraucht knapp 40% des lebenswichtigen Gases bei jedem Atemzug. Stoßlüften Sie also regelmäßig die Räume, in denen Sie sich aufhalten.
  • Soja, der Trend aus Asien, ist nicht nur schmackhaft, sondern enthält auch große Mengen Cholin, eines der wichtigsten Botenstoffe in unserem Gehirn. Unser Körper kann Cholin auch selbst aus Lecithin erzeugen. Letzteres ist insbesondere in Eigelb und Nüssen gespeichert. Sojaprodukte, insbesondere auch Tofu, enthalten besonders viele Phytoöstrogene. Sie regen das Gehirn an und verbinden die Nervenstränge miteinander.
  • Spinat, grüne Bohnen und Salat enthalten den Blattfarbstoff Chlorophyll, der den immens wichtigen Sauerstoff besonders lange im Gehirn bindet.
  • Nüsse essen: Nüsse, insbesondere Walnüsse, enthalten einen hohen Anteil des Nervenbotenstoffs Cholin und viele B-Vitamine, die die Synapsenaktivität anregen.
  • Stellen Sie sicher, dass sich der Wasserhaushalt Ihres Körpers ständig auf ausreichend hohem Niveau befindet. Flüssigkeitsmangel, verbunden mit einem Mangel an wichtigen Mineralstoffen, die in Mineralwasser enthalten sind, führt bereits nach kurzer Zeit zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Ernährungsprofis empfehlen, pro Tag mindestens zwei Liter Wasser zu trinken.
  • Kakao. Na bitte, das sind doch tolle Nachrichten: Schokolade essen ist gut für’s Gedächtnis. Doch ganz so pauschal lässt sich diese Empfehlung nicht aussprechen. Schokolade mit einem geringem Fett- und einem hohen Kakaoanteil enthält eine vergleichsweise große Menge an DHEA (Dehydroepiandrosteron), das im Gehirn für die Stressreduktion zuständig ist und das Erinnern erleichtert.
  • Haferflocken enthalten komplexe Kohlenhydrate, die im Gegensatz zu den in Weißbrot, Zucker und Nudeln enthaltenen einfachen Kohlenhydraten bei Bedarf verbraucht werden und dem Gehirn daher eine stetige und langfristige Energiezufuhr sichern. Außerdem enthalten Haferflocken eine Reihe unterschiedlicher B-Vitamine, die den Gedankenfluss im Gehirn anregen.

Auch das Lesen von Büchern und die aktive Teilnahme am Leben trainiert das Gehirn, indem es neue Reize erhält. 

Sagen Sie nicht es geht nicht! Die Verfasser des Seniorenblogs sind auch schon 62 und (fast) 66 Jahre alt.

Empfehlenswerte Links:

www.apotheken-umschau.de/Gedaechtnis

www.gedaechtnistraining.net/

www.dasgehirn.info

Autoren: Sonja Bode & Harry Bode

Textquellen auszugsweise: mental-aktiv.de/wikipedia.de/apotheken-umschau.de/dasgehirn.info/planet-wissen.de/gedaechnistraining.de/Center for Neurobiology University of California USA/

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