Der Seniorenblog aus Sachsen

Der alltägliche Wahnsinn

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Mann 1

 

 

Unglaublich aber wahr…..

Es ist wieder soweit….

ein Kommentar muss raus….

 

 

 

Erdogan und die Wiederholung der Geschichte?

Als weiland im Jahre 1529 Sultan Süleyman mit seinen Mannen über die Balkanroute (die gab es schon damals) gegen das christliche Europa – und speziell gegen die Stadt Wien zog, glaubt er leichtes Spiel zu haben. Seine große Streitmacht wurde noch zusätzlich verstärkt durch Garnisonen, welche auf dem Weg nach Wien lagen und verbreitete in Europa schon Angst und Schrecken ehe die Schlacht um Wien überhaupt begonnen hatte.

Er hielt seine große Armee schlichtweg für unbesiegbar – zumal er über eine Eliteeinheit, genannt die Janitscharen, verfügte. Aber die Geschichte lehrte auch ihn, dass Irren menschlich ist, nur in seinem Falle kostete es viele Menschenleben in seinem Heer – allein die Janitscharen sollen 1.200 Kämpfer verloren haben. Die Verluste der Gegenseite waren ebenfalls erheblich. Also alles in allem also ein Disaster!

Der Ausgang der Schlacht um Wien ist bekannt – sie endete in einer großen Niederlage für Süleymann – sprich die Türken. Genau wie der „GRÖFAZ“ (größter Feldherr aller Zeiten) Adolf Hitler in seinem Rußlandfeldzug, bestand sein Irrtum vor allem darin, das Wetter zu unterschätzen. Letztlich wurde die Niederlage in beiden Fällen durch Dauerregen und mangelnde Versorgen an Lebensmitteln verursacht.

Doch was hat diese geschichtliche Betrachtung mit dem heutigen Topthema „Erdogan und die verletzte Ehre“ zu tun? Der türkische Präsident hat sicherlich nicht vor, Wien oder eine andere Stadt in Europa zu belagern. Dennoch fühlt sich Herr Erdogan wohl im Moment selbst in einer Art Belagerungszustand. Die alten Siedler in den USA nannten dies auch Wagenburg – Effekt.

Er glaubt sich von allen, welche nicht auf seiner Seite stehen, verfolgt. Man könnte auch sagen, dass er nur noch das sieht, was er sehen möchte. In anderen Worten: Der türkische Präsident hat im Moment jede Bodenhaftung verloren. Nach den Verhandlungen in Brüssel mit einem für ihn sehr guten Ergebnis ( 3 – 6 Milliarden Euro für die Flüchtlingsproblematik!) könnte er sich eigentlich bequem zurücklehnen und die kommenden Entwicklungen abwarten.

Aber Präsident Erdogan scheint ein Getriebener zu sein – was man sicherlich auch an dem Neubau (ohne Baugenehmigung in einem Naturschutzgebiet) seines Präsidentenpalaste sieht. Dieses bescheidene Eigenheim (ca. 1.000 Zimmer) ist gerade gut genug, um sein Ego zu befriedigen. Doch jetzt hat ein kleiner Satirepinscher namens Böhmermann ihm ans Bein gepinkelt. Nicht weltbewegend möchte man denken – aber das ist ein Irrtum und inzwischen hat sich die Angelegenheit zu einer Staatsaffaire zwischen Deutschland und der Türkei entwickelt. Da soll mal noch einer sagen „Satire bewegt nichts“.

Aber es scheint, dass Präsident Erdogan eindeutig eine Profilneurose hat, denn sonst könnte er locker darüber hinwegsehen.Aber das er dies nicht macht, läßt ihn für Europa gefährlich werden. Zwar weiß er insgeheim auch, dass eher „die Hölle zufriert“ – als dass die Türkei in die EU aufgenommen wird, aber das ist wohl nur noch optisch sein Ziel. Er will das Land wieder zurückführen zu einem türkischen Großreich mit ihm als Präsident – ausgestattet mit allen Vollmachten.

Sultan Sülemann läßt grüßen – man sollte sich nicht selbst überschätzen!

Das alles ist schon schlimm genug – hätten wir in Berlin nicht eine Kanzlerin, welche sich von der Türkei abhängig gemacht hat, und zwar in der Form, wie es das lange schon nicht mehr gegeben hatte.

Sieht man sich die Kanzlerschaft von Frau Merkel an, so hat sie bisher wenig bis garnichts selbst entschieden. Es ist inzwischen ja Allgemeingut, dass Frau Merkel bei jedem aufkommenden brisanten Thema erst einmal abwartet, wie es ich entwickelt und welche Lösung von der Mehrheit favorisiert wird. Dann pflegte sich sich energisch auf die Seite dieser Mehrheit zu stellen. Wäre sie doch entscheidungsfaul geblieben……

Im September letzen Jahres entschloß Frau Merkel sich (warum auch immer?) mal eine schnelle und eigene Entscheidung, bezüglich der Flüchtlinge in Ungarn zu treffen. Die humanitäre Aktion ihrerseits ist sicher zu loben – war aber takisch voll daneben.

Man kann nur sagen: schnell – stramm – falsch!

Jetzt haben wir eine nicht genau bekannt Zahl von Flüchtlingen (ca. 400.000) von denen niemand bei der Einreise registriert wurde. Nun haben wir das Problem auf dem Tisch mit allen Folgeproblemen für Europa.

Das Ergebnis ist, dass wir nun einen türkischen Präsidenten haben, der irgendwie stinksauer auf Deutschland ist. Dies könnte sich noch verschlimmern, wenn seine Forderungen nach „Rache“ – sprich juristische Verfolgung nicht nachgekommen wird. Dabei könnte dann auf die Idee kommen, dass im negativen Fall  Konsequenzen für das Abkommen von Brüssel von Erdogan zu erwarten sind. Frau Merkel hat zwar sofort stramm behauptet, dass diese beiden Themen strikt voneinander zu trennen sind. Das klingt aber eher wie „Pfeifen im Wald“.

Wesentlich ist dabei ja, ob die Gegenseite dies ebenso sieht. Das wiederum glauben nur wenige Beobachter.

Was ist also zu tun?

Wir sollten uns die Presse – und Meinungsfreiheit von keinem Land verbieten lassen. Auch nicht von Präsident Erdogan aus der Türkei! Dafür sind diese Rechte zu wichtig, um sie auf dem Altar einer verfehlten deutschen Politik zu opfern.

Sie kennen ja meinen Schlußsatz der jetzt kommt: Ich hoffe es wird besser – aber schlimmer geht immer!

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