Der Seniorenblog aus Sachsen

Arthrosetherapie mit Orthokin

It's only fair to share...Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on RedditDigg thisFlattr the authorShare on StumbleUpon

 

 

 

 

 

 

 

 

Arthrose – ein Volksleiden!

In Deutschland leiden ca. acht Millionen Menschen an der Krankheit Arthrose. Die Gelenkerkrankung ist die häufigste Ursache für Einschränkungen der Beweglichkeit bei Patienten in der westlichen Welt – und es gibt immer mehr Betroffene. Vor allem Menschen im fortgeschrittenen Alter befällt diese Krankheit häufig. Wird die Krankheit nicht behandelt, führt dies im Endstadium zu extrem starken Schmerzen. Die Lebensqualität der Betroffenen wird stark eingeschränkt. Sogar eine Arbeitsunfähigkeit kann die Folge einer nicht behandelten Arthrose sein.

Die Krankheit zerstört die Knorpelschicht von Gelenken und führt letztlich dazu, dass eine Knochenveränderung beim Patienten eintritt. Aus diesem Grund entzündet sich das betroffene Gelenk,  schwillt an und verursacht Schmerzen. Die Arthrose kann alle Gelenke des menschlichen Körpers befallen – insbesondere sind die Gelenke der Hüfte, der Hände und das Kniegelenk betroffen.

Es gibt zwar diverse Behandlungsmöglichkeiten (Physiotherapie sowie Antibiotika und Schmerzmittel) für diese Krankheit, jedoch führen sie in den meisten Fällen zu keinen befriedigenden Ergebnissen. Somit bleibt dem Patienten letztlich nur ein operativer Eingriff (Arthroskopie, Totale Endoprothese etc), um das Leiden zu lindern.

Aus diesen Gründen wird seit den 70er Jahren immer mehr die Eigenbluttherapie Orthokin eingesetzt, da hierbei nur körpereigene Substanzen zum Einsatz kommen. Diese Methode der Behandlung basiert darauf, dass man aus dem „Eigenblut“ des Patienten eine „Individualrezeptur“ herstellt. Dabei werden aus dem Blut der Patienten entzündungshemmende Substanzen gewonnen, angereichert und anschließend mehrere Male in das betroffene Gelenk gespritzt. Die eingespritzten Hemmstoffe docken an der obersten Schicht des Knorpels an. Dadurch werden die entzündungsauslösenden Botenstoffe geblockt.  In der Regel wird Orthokin den Patienten in drei bis sechs Sitzungen über einen Zeitraum von wenigen Wochen in den Gelenkspalt gespritzt. 

Die Behandlung mit dem körpereigenen Protein wirkt:

  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • knorpelschützend
  • beweglichkeitsfördernd
  • fördernd auf das Abschwellen der Nervenwurzel

Viele Patienten fühlen nach der Therapie eine Verbesserung ihres Gesamtzustandes sowie eine bemerkbare Linderung der Schmerzen. Da noch keine ausreichenden medizinischen Studien vorliegen, zahlen die meisten Krankenkassen die Behandlung nicht. Jedoch gibt es einige Privatversicherungen, welche zumindest die Kosten für die Spritze (ca.100€) übernehmen. Letztlich muss also der selbst zahlende Patient entscheiden, ob die Orthokin-Therapie für ihn den erwünschten Erfolg bringt.

Risiko einer bakteriellen Infektion und Nebenwirkungen

Bei intraartikulären Injektionen, wie bei der Orthokin-Therapie, besteht zudem immer das Risiko von bakteriellen Infektionen, teilweise mit schwerwiegenden Folgen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) schlussfolgert, stehen bei dieser Behandlung ohne nachgewiesenem Nutzen nicht zu rechtfertigende Risiken gegenüber. Sie rät deshalb grundsätzlich von der Orthokin-Therapie ab.

Sonstige Nebenwirkungen sind nicht bekannt, da nur körpereigene Stoffe zur Behandlung eingesetzt werden.

 

 

 

 

 

Autorenteam Sonja und Harry Bode