Der Seniorenblog aus Sachsen

Cannabis – Medizin und Droge

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Canabis für medizinische Zwecke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle:Fotolia-83922640

Cannabis hat viele Namen – man nennt es Marihuana, Haschisch, Shit, Gras oder Weed – letztlich sind es aber die beiden Wirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), gewonnen aus der Hanfpflanze, welche es so berühmt und berüchtigt macht.

Alte Aufzeichnungen belegen, dass Cannabis bereits vor 5.000 Jahren im alten China und in Indien zu medizinischen Zwecken genutzt wurde, u.a. gegen Verstopfung und bei Frauenkrankheiten. Im 19. Jahrhundert wurde es auch in Europa häufig als schmerzstillendes und krampflösendes Mittel verschrieben, bevor es von der Schulmedizin und ihren chemischen Präparaten später erfolgreich verdrängt wurde. In der heutigen Zeit ist aber der Gebrauch von Cannabis als Droge oder als Heilmittel ein zweischneidiges Schwert geworden.

cannabis-490775_640Während Drogen wie Alkohol und Nikotin gesellschaftlich akzeptiert sind, geschieht dies bei Cannabis nur sehr langsam. Daran ändert auch nicht, dass die Zahl der Toten durch Alkohol (ca. 74.000) und Nikotin (ca. 140.000) in Deutschland sehr hoch ist.

Bildquelle: CC0

Bei dem Gebrauch von Cannabis sind bisher so gut wie keine Todesfälle weltweit registriert worden, welche direkt auf den Gebrauch von Cannabis zurückzuführen sind. Daraus kann man schließen, dass Cannabis wesentlich ungefährlicher ist, als man bisher annahm. 

Damit zählt das sogenannte „Kiffen“ zu den mit Abstand sichersten Aktivitäten der Menschen und ist noch ungefährlicher als Kochen, Fernsehen, Duschen und Schlafen, bei denen pro Jahr deutlich mehr Menschen ums Leben kommen. Zur Vertiefung des Themas, insbesondere der medizinischen Nutzung, empfehlen wir den Artikel „Cannabis – die Droge, die nicht helfen darf“ in der Wochenzeitung DIE ZEIT.

close up of Doctors hands holding medical marijuana

Fotolia-73136989

Cannabis als Medizin

Bei diversen Krankheiten kann Cannabis die Symptome lindern.

Hier folgt eine kurze Auswahl:

Asthma, Glaukom (grüner Star), Tumore, Epilepsie, Multiple Sklerose, Arthritis und Rheumatismus, Alterserkrankungen, Aids und Depressionen, Migräne u.v.a.

In Deutschland kann man zwar theoretisch Cannabis bei schwerer Krankheit auf Rezept erhalten, muss dies aber selbst teuer bezahlen, da die Krankenkassen die Kostenübernahme dafür ablehnen. So bleibt einem Schwerkranken nur die Möglichkeit, Cannabis selbst anzubauen, was aber strafbar ist. Nun hat vor Kurzem ein Kölner Gericht entschieden, dass Schwerkranke ihr eigenes Cannabis anbauen dürfen. Gegen dieses Urteil hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das die Sondergenehmigungen für den Bezug aus der Apotheke vergibt, Berufung eingelegt.

In der Regel wird Cannabis in folgenden Formen angeboten:

1. als Marihuana (“Gras”) 2. als Haschisch (“Shit”) 3. als Öl

Grundsätzlich stehen eine Reihe verschiedener Applikationswege offen, von denen jedoch nur der inhalative und der orale Konsum gebräuchlich ist.

Um Cannabinoide über die Lunge aufzunehmen, müssen sie in eine inhalierbare Form gebracht werden. Durch Erhitzen bis über den Verdampfungspunkt der Cannabinoide, zum Beispiel mit einem Vaporizer oder durch Verbrennen (Rauchen), wie z. B. mittels Shillum, Bong, Pfeife, Joint oder „Eimer“, werden sie in die gasförmige Phase überführt.

hookah-75728_640Das Rauchen von Gras ist die harmloseste Form des Cannabiskonsums, da die Konzentration eines Joints ziemlich gering ist. Man kann sowohl Marihuana, als auch Haschisch rauchen. Meist wird aber Marihuana bevorzugt. Benutzt man eine Wasserpfeife, kann man die gesundheitlichen Gefahren reduzieren, da kein ungefilterter Rauch in die Lungen gelangt. Eine spezielle Cannabis-Pfeife ist ebenfalls für Nichtraucher geeignet.

Noch ein Tipp: Man sollte einen Joint immer mit eine Kohlefilter-Einsatz (Aktivkohle) verwenden

Zum Gebrauch von Cannabis gibt es diverse empfehlenswerte Hilfsmittel wie Wasserpfeifen,Vaporizer, Waagen, Papier etc. 

Es tut sich etwas!

Viele Staaten weltweit überdenken ihre Haltung gegen das Verbot von Cannabis. Selbst Bundesstaaten in den konservativen USA (Colorado und Kalifornien) haben Cannabis unter bestimmten Auflagen frei gegeben. In Deutschland votieren inzwischen selbst CDU-Abgeordnete für eine Freigabe unter bestimmten Bedingungen. Was den medizinischen Einsatz von Cannabis betrifft, so befürworten gemäß einer Umfrage mehr als 70% der Bundesbürger die Freigabe für schwer erkrankte Menschen.

Autorenteam Sonja und Harry Bode

Textquellen auszugsweise:Wikipedia/ndr.de/suit101.de/spectrum.de/drogenbeauftragte.de/stern.de/eine-zeitung.net/cannabis-med.org/drogen-aufklärung.de/neopresse.com/