Der Seniorenblog aus Sachsen

Heiserkeit im Alter

It's only fair to share...Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on RedditDigg thisFlattr the authorShare on StumbleUpon

Bild: fotolia

Heiserkeit im Alter hat die unterschiedlichsten Ursachen.

Welche das sind und was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Heiserkeit im Alter: Was sind typische Auslöser?

Heiserkeit kennt fast jeder. Sie ist oft das erste Symptom einer Erkältung. Doch nicht immer ist ein Infekt der Auslöser. Im Alter kann Heiserkeit auch ohne erkennbaren Grund auftreten, weil die Muskelkraft nachlässt oder die Stimme nicht mehr ausreichend genutzt wird. Welche Ursachen sind außerdem schuld daran, dass die Stimme rau, brüchig und schwächer klingt? Und was können Betroffene dagegen unternehmen?

Schwächere Muskulatur wirkt sich auf die Stimme aus

Das Alter macht auch vor der Stimme keinen Halt. Die Muskeln am Kehlkopf sind nicht mehr so stark ausgeprägt und weniger elastisch wie noch in jungen Jahren. Dadurch nimmt die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen ab, die maßgeblich an der Stimmbildung beteiligt sind. Das Zusammenspiel aus Stimmlippen, Zunge und Mund formt Geräusche und Laute, die als Stimme hörbar werden. Funktioniert diese Einheit nicht, kann Heiserkeit eine mögliche, hörbare Folge sein, die über längere Zeit anhält und chronisch wird. Hier erfahren Sie mehr über die chronische Heiserkeit.

Erkrankungen, die zu Heiserkeit im Alter führen können

Neben einer rheumatischen Erkrankung, kann eine neurologische Krankheit wie Parkinson mit einer Stimmstörung einhergehen. Parkinson-Erkrankte leiden an einer Nervenstörung im Gehirn, die zur Versteifung der Muskeln und einer daraus resultierenden Bewegungseinschränkung verschiedenster Körperbereiche führt. Davon sind auch die Muskeln des Stimmapparates betroffen. Erkrankte sprechen oft leise, undeutlich und monoton. Heiserkeit ist ein weiteres begleitendes Symptom.

Im Alter sind Veränderungen an den Blutgefäßen eine mögliche Ursache für Stimmprobleme. Bluthochdruck und Arteriosklerose führen mit zunehmender Dauer dazu, dass die Gefäße Schaden nehmen. Ist die Hauptschlagader oberhalb des Herzens geweitet und bildet eine Ausstülpung (Aneurysma) können die Stimmbänder beeinträchtigt werden und zu Schluckstörungen und Heiserkeit führen.

Nach einem Schlaganfall, ein bekannter lebensbedrohlicher Vorfall im Alter, haben manche Patienten Probleme beim Sprechen und ebenfalls mit Heiserkeit zu kämpfen. Durch den Schlaganfall werden unter anderem Nerven im Gehirn geschädigt, die zu einer Beeinträchtigung der Muskeln sowie zu einer Kehlkopflähmung führen. Asthma und eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung sind weitere Verursacher von Heiserkeit. Nicht nur die Erkrankung selbst, auch die Medikamente, die dagegen eingenommen werden, wirken sich manchmal auf die Stimme aus. So wird Patienten, die bei Lungenerkrankungen regelmäßig Kortison inhalieren, empfohlen, sich nach dessen Anwendung die Zähne zu putzen und den Mund auszuspülen. Grund: Die Wirkstoffe können sich im Kehlkopfbereich ablagern und Heiserkeit auslösen oder einen Pilzbefall der Mundschleimhaut (Mund-Soor) hervorrufen.

Regelmäßiges Rauchen und Alkohol schaden dem Stimmapparat

Wer regelmäßig raucht oder Alkohol trinkt, schadet nachweislich seiner Stimme. Das kann sich in Form von Heiserkeit im Alter zeigen. Der Kontakt mit den Giften aus dem Rauch oder Alkohol reizt nicht nur die Schleimhäute des Kehlkopfes, sie können auch anschwellen und sich chronisch entzünden. Außerdem steigt durch Rauchen und Alkoholgenuss die Wahrscheinlichkeit an Tumoren, Polypen oder Zysten im Kehlkopfbereich zu erkranken. Dabei zählt anhaltende und stärker werdende Heiserkeit zu den ersten auffälligen Symptomen von Gewebewucherungen im Halsbereich.

Was tun bei Heiserkeit im Alter?

Wer im Alter immer wieder oder schon längere Zeit mit Heiserkeit zu tun hat, sollte sich einem HNO-Arzt vorstellen, um die Ursache zu ergründen und sich behandeln zu lassen. Wenn die Heiserkeit mit Schmerzen, Atemnot oder Schluckbeschwerden auftritt, sollten Sie sich sofortigen ärztlichen Rat einholen.

Eine Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Heiserkeit im Alter ist zunächst die Schleimhäute ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Trinken Sie deshalb täglich zwei bis drei Liter ungesüßte Tees, Wasser oder Fruchtsaftschorlen. Als halsberuhigende Tees eignen sich Salbei und Kamille. Auch verschiedene Lutschpastillen mit Isländisch-Moss, Eibisch, Primelwurzel oder Hyaluronsäure können die Heiserkeit lindern, indem sie die Schleimhäute befeuchten und den Speichelfluss anregen. Außerdem sollte die Stimme geschont werden. Flüstern wird dagegen nicht empfohlen. So zu sprechen ist einerseits unnatürlich, andererseits werden dadurch die Stimmbänder so angespannt, dass sie in ihrer natürlichen Funktion behindert werden.

Autorenteam Sonja und Harry Bode