Der Seniorenblog aus Sachsen

Medikamente Nebenwirkungen

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Aspirin

die

unterschätzte

Gefahr?

 

 

 

 

 

Bildquelle: Jens-Goetzke/pixelio.de

ASPIRIN – ein Wundermittel?

Das Medikament Aspirin (Acetylsalicylsäure) wurde zum Ende des 19. Jahrhundert von der Firma Bayer entwickelt. Aspirin (auch ASS genannt) gilt als eines der meistverbreiteten Medikamente in der Welt. Als Monosubstanz hat es seit über 100 Jahren Wirksamkeit und Verträglichkeit belegt. Als Blutverdünner und Schmerzmittel hat sich dieses Medikament bewährt. ASS wurde von der WHO als unentberliches Medikament eingestuft.

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Strukturformel Acetylsalicylsäure (Quelle: Wikipedia)

In den vergangenen Jahren war zudem deutlicher geworden, dass das Arzneimittel auch Krebs vorbeugen kann. Ob das ein Argument für die vorsorgliche Einnahme ist, ist unter Medizinern seit langem umstritten. Letzte Studien haben aber ergeben, dass der Nutzen die Nachteile übersteigt.

Trotzdem verursacht das weiße Zauberpulver ASS tausende Komplikationsfälle jährlich in Deutschland. 

Magenbluten (mit zum Teil tödlichem Ausgang), Leber und Nierenschäden sowie allergische Reaktionen sind nur ein paar Beispiele dafür, dass die Substanz ASS auch gefährliche Nebenwirkungen entwickeln kann. ASS ist keine „Zuckerbonbon“ was man über längere Zeit für jedes Zipperlein einnehmen sollte. Dies vergessen (oder verdrängen) viele Menschen – ASS ist und bleibt eine Medizin, welche man mit seinem Hausarzt absprechen sollte.

Tumor

Bildrechte: © fotodo – Fotolia.com

ASS für die Krebsvorsorge?

In den vergangenen Jahren ist zudem deutlicher geworden, dass das Arzneimittel eventuell auch gegen Krebs vorbeugen kann. Die Vorbeugung gegen Krebs durch die regelmäßige Einnahme von ASS, ist immer noch nicht geklärt und genau nachgewiesen.

Eine Studie von John Cuzick (Londoner Queen-Mary-Universität) hat ergeben, dass die Vorzüge der Einnahme die Nachteile aufwiegen. Das Team unter seiner Leitung hat herausgefunden, dass die zehnjährige Einnahme das Darmkrebsrisiko um 35 und die Zahl der Todesfälle an diesem Leiden um 40 Prozent senkt. Er hob aber hervor, dass nach dem Verzicht auf Rauchen und der Verringerung von Übergewicht die Einnahme von Aspirin das beste Mittel zu sein scheine, um das Krebsrisiko zu verringern. Laut John Cuzick zeigt die Studie, dass es neun Prozent weniger Krebsfälle, Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Männern und sieben Prozent weniger bei Frauen gäbe, wenn jeder im Alter zwischen 50 und 65 Jahren anfangen würde, mindestens zehn Jahre lang täglich Aspirin einzunehmen.

Andere Mediziner sind mit einer positiven Aussage bezüglich ASS etwas vorsichtiger. Das folgende Video in englischer Sprache fasst die Studie noch einmal zusammen (englisches Krebsforschungszentrum):

 Quelle: THE GUARDIAN -YouTube

Doch wie sieht es aus, wenn man geringe Dosen ASS (100 mg) täglich als Blutverdünner zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall nimmt?

Nachgewiesen ist, dass bei Patienten, welche bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, diese von der blutverdünnenden Wirkung vonn ASS (75 – 100 mg täglich) profitieren. So empfehlen die Leitlinien der europäischen Gesellschaft für Kardiologie: „75 Milligramm Acetylsalicylsäure sind für Menschen ohne Beschwerden zu empfehlen, wenn ihr Risiko, in den kommenden zehn Jahren an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu versterben, größer als zehn Prozent ist und der Blutdruck unter 140/90 mmHg liegt.“

Es gilt grundsätzlich, dass man bei ASS Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg unbedingt den Hausarzt konsultieren sollte, denn nur er kann abschließend beurteilen, ob der Nutzen größer ist als das Risiko.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel dient nur informativen Zwecken und dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Er beinhaltet keinerlei Empfehlungen bezüglich bestimmter Diagnose- oder Therapieverfahren. Die Inhalte dürfen niemals als eine Aufforderung zur Selbstbehandlung oder als Grundlage für Selbstdiagnosen und -medikation verstanden werden.

Autorenteam Sonja Bode & Harry Bode

Textquellen auszugsweise: Wikipedia/focus.de/ndr.de/welt.de/deutsche-gesundheits-nachrichten.de/tagesspiegel.de/pharmazeutische-zeitung.de/rp-online.de/eurekalert.org/theguardian.com/spiegel.de/webmed.com/arrive-study.com/