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Krebs-Nachrichten

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Immuntherapien bei Krebserkrankungen: Neue Therapieoptionen und Aussichten

Wissenschaft, Medizin, Krebs, Labor, ForschungDurch intensive Forschung haben sich die Überlebensaussichten von Krebspatienten in Deutschland im Vergleich zu denen in den 1980er Jahren verbessert. Unterschiede hinsichtlich der Prognosen bestehen allerdings weiterhin in starker Anhängigkeit davon, wo der Tumor auftritt.

Doch was hat das Immunsystem mit Krebserkrankungen zu tun? Seit vielen Jahrzehnten stellen Wissenschaftler sich bereits diese Frage. In den vergangenen Jahren konnten zugrundeliegende Mechanismen aufgedeckt werden. Heute ist der Beweis erbracht: durch das Lösen von Bremsen der natürlichen Körperabwehr kann bei einem Teil der Patienten der Krebs bekämpft werden; dies konnte auch in klinischen Studien gezeigt werden.

Mittlerweile ist die Krebsimmuntherapie eine weitere Option zur Behandlung von Krebserkrankungen und in Zukunft werden neue Medikamente mit teilweise sehr komplexen Wirkmechanismen verfügbar sein. Doch wie wirken sie?

Wir möchten Ihnen einen einfachen Überblick geben und Sie darüber hinaus über aktuelle Studien informieren, die derzeit zur Erforschung neuer Therapieansätze zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen durchgeführt werden.

Wirkmechanismen

Heute geht es insbesondere darum, Krebserkrankungen zusätzlich mit dem eigenen Immunsystem zu bekämpfen. Das ist das Ziel der Krebsimmuntherapie. Doch wie funktioniert das?

Das Prinzip

Grundsätzlich kann das Immunsystem Krebszellen erkennen und bekämpfen. Es kann jedoch vorkommen, dass einige Krebszellen verschiedene Mechanismen entwickeln, um der Immunabwehr zu entgehen. Eine Möglichkeit der Krebstherapie ist es nun, das Immunsystem so zu beeinflussen, dass es auch diese Krebszellen erkennt und zerstört. Die Krebsimmuntherapie kann beispielsweise das Immunsystem stimulieren oder diese Abwehrmechanismen der Krebszellen aufheben. Dies geschieht z.B. durch die Gabe von Antikörpern, von speziell selektierten oder veränderten Immunzellen, von Botenstoffen (Zytokinen) oder durch die Entwicklung von Impfungen.

Checkpoint-Hemmung

Ein Checkpoint ist in diesem Zusammenhang ein Kontrollpunkt für das Gleichgewicht zwischen aktivierenden und hemmenden Signalen bzw. „Gas“ und „Bremse“ während einer Immunantwort. Krebszellen können in diese Kontrollpunkte des Immunsystems eingreifen und beispielsweise über bestimmte Proteine auf der Oberfläche von Immunzellen (z.B. T-Zellen) mit den Immunzellen „kommunizieren“. D.h. Krebszellen können zum Beispiel den Immunzellen ein aktivitätshemmendes Signal vermitteln und die Krebszellen werden folglich nicht angegriffen.

Checkpoint-Hemmer sind Medikamente, die diese Abwehrmechanismen der Krebszellen aufheben, also sozusagen die „Bremse“ lösen können. Es handelt sich dabei um spezifische Antikörper (wie z.B. Anti-CTLA-4, Anti-PD-L1 oder Anti-PD-1), die die entsprechenden Bindemoleküle (z.B. PD-L1) bzw. die Rezeptoren (CTLA-4// PD-1) auf den Immun- oder Krebszellen besetzen und somit die Ausbremsung der gegen den Krebs gerichteten Aktivität des Immunsystems verhindern. In diesem Fall können die T-Zellen dann die Krebszellen erkennen und bekämpfen.

Textquelle: roche-onkologie.de

Tumore: Warum Krebs zurückkehren kann – und wie gefährlich das ist

Tumor, KrebsDie Moderatorin Miriam Pielhau stand wie kaum eine andere Prominente für den Kampf gegen den Krebs. 2008 erkrankte sie an Brustkrebs und wehrte sich öffentlich gegen diesen „Herrn K.“, wie sie ihn nannte. Sie teilte Fortschritte und Rückschläge auf sozialen Netzwerken, schrieb ein Buch, soll den Krebs besiegt haben.

Im vergangenen Jahr kehrte die Tumorerkrankung zurück, in einem anderen Organ, der Leber. An den Folgen der Erkrankung starb die 41-Jährige in dieser Woche. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch die erst 44-jährige ZDF-Moderatorin Jana Thiel, die am Montag an den Folgen von Brustkrebs starb. Auch sie soll die Erkrankung schon einmal überstanden haben. Wovon hängt es ab, ob Krebs zurückkehrt? Und ist er dann noch gefährlicher?

Ist eine Wiederkehr jemals völlig auszuschließen?

„Fachleute gehen davon aus, dass Krebspatienten, bei denen fünf bis zehn Jahre nach der erfolgreichen Erstbehandlung keine Symptome mehr auftreten, geheilt sind“, sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes. Eine Garantie, dass der Krebs nicht wiederkehrt, gebe es aber nicht. „Ich wäre im Einzelfall eher zurückhaltend mit der Aussage, dass eine Krebserkrankung geheilt ist“, sagt auch Klaus Kraywinkel, Leiter des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts.

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Ältere Darmkrebspatienten: Wie aggressiv wird therapiert?

Krebs - Konzept Bild - Puzzle StyleÄltere Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs werden deutlich seltener als jüngere mit aggressiven Chemotherapien behandelt. Begleiterkrankungen sind ein Grund für die Zurückhaltung. Darmkrebs, der sich bereits in andere Organe aufgebreitet und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat, kann heute deutlich besser behandelt werden, als noch vor zwei Jahrzehnten.

Doch änderte sich die Art der Therapie substanziell auch bei älteren Patienten jenseits des 70. Lebensjahres, die oft unter weiteren Erkrankungen leiden und gebrechlicher als jüngere Patienten sind? Dieser Frage gingen US-amerikanische Wissenschaftler nach, sie berichteten über ihre Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer.

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Neuer Wirkstoff gegen den Dickdarmkrebs

krebs,krebszelleDie Liste jener immun-modulatorischen Medikamente, die bei bösartigen Erkrankungen eingesetzt werden können, wird immer länger. In einer Studie, die beim Weltkongress für gastrointestinale Krebserkrankungen in Barcelona vorgestellt worden ist, wurde bewiesen, dass eine Neutralisierung des stärksten Entzündungs-Botenstoffs Interleukin 1alpha (IL-1alpha) die Symptome deutlich reduziert.

„IL-1alpha fördert die Bildung von Blutgefäßen in Tumoren, was für deren Wachstum entscheidend ist, und kann den Körper in einen Status bringen, bei dem der Stoffwechsel außer Kontrolle gerät, die Muskelmasse abgebaut wird und Gewichtsabnahme erfolgt“, sagte die leitende Studienautorin Tamas Hickish. Symptome von Auszehrung (Kachexie) sind bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen oft die belastendsten und gefährlichsten Begleiterscheinungen.

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Heilungschancen bei Krebs werden immer besser!

Neue gezielte Behandlungsmethode: Strahlentherapeuten können auch metastasierten Krebs heilen.

Diagnose, KrebsHaben sich bei einer Krebserkrankung nur wenige Metastasen gebildet, können diese mithilfe einer neuartigen Strahlentherapie behandelt werden. Damit lässt sich eventuell sogar eine Heilung erzielen, hieß es bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in Mannheim. „Wenn der Krebs gestreut hat, standen in der Vergangenheit oft nur Systemtherapien wie beispielsweise die Chemotherapie zur Verfügung. Dabei zirkulieren gegen den Krebs wirkende Substanzen im Blutstrom und erreichen die Zellen überall im Körper.“

„Das kann effektiv sein, geht aber auch oft mit starken Nebenwirkungen einher“, sagte Stephanie E. Combs, Direktorin der Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum rechts der Isar in München.

Bei bestimmten Patienten, die nur an wenigen Stellen im Körper Metastasen des Tumors aufweisen – „Oligometastasierung“ (von griechisch oligo, wenig) genannt –, sei eine Behandlung an der befallenen Stelle vorteilhaft.

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Bildquelle: CC0/fotolia

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