Der Seniorenblog aus Sachsen

Panikattacken – Angststörungen

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Tags Burnout

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: © Knipserin – Fotolia.com

Die Angst vor der Angst: Panik – und Angstattacken

Der Urinstinkt „Angst“ sichert seit Millionen von Jahren das Überleben des Menschen.

Man spürt eine seltsame Empfindung in seinem Körper, welche meist durch Anspannung ausgelöst wird. Die Angst tritt dann urplötzlich auf und alles wird noch schlimmer, weil die Angstattacke ohne Vorwarnung aufgetreten ist. Anstatt dass man die Ursache für die Anspannung versucht herauszufinden, sucht man die Ursache für die Angst. Man stellt sich die Frage: „Warum habe ich diese Angst“?

Ängste gehören zum Leben. Sie sind Ausdruck menschlicher Entwicklung und treten regelmäßig auf, wenn man sich auf Neues einlässt.

Die Angst vor der Angst heißt auch Erwartungsangst. Man bezeichnet damit die Angst vor der nächsten Panikattacke. Diese Panikausbrüche sind charakteristisch für eine Angststörung und werden von den Betroffenen als sehr bedrohlich erlebt

705242_web_R_B_by_günther gumhold_pixelio.deMedizinische versteht man unter dem Begriff „Angst“ ein biologisch angelegtes Reaktionsmuster auf Wahrnehmung, Bewältigung und Vermeidung von Gefahren und Bedrohungen. Diese löst im Bedrohungsfall beim Menschen eine Alarmreaktion aus. Diese Alarmreaktion ist dann die treibende Kraft, welche entweder zu Flucht oder zum Kampf anspornt. Das Verhaltensmuster der Angst ist in unseren Genen verankert. 

Bildquelle: Günther Gumbold/pixelio.de

Angst kann krank machen!

Dieser Vorteil in unseren Genen, kann sich aber auch zum Nachteil des Menschen auswirken. Die Grenze zwischen einer normaler Reaktion und der bereits krankhaften Reaktion des Körpers ist schmal und manchmal sogar fließend. Tritt nun die „Angstreaktion“ des Körpers ein, ohne dass ein realer Grund die Ursache ist, hat man es mit Panik – oder Angstattacken zu tun. Betroffene empfinden diesen Zustand so real, als wenn wirklich eine Gefahr bestehen würde. Somit kommt es bei diesen Menschen zu einem „Fehlalarm“. 

Anzeichen für Panik – oder Angstattacken

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Stress, Panikattacken, Burnout Sydrom, Schlafstörungen sowie Erektionsprobleme sind u.a. Anzeichen für eine Angststörung, welche man – tritt diese dauernd auf – therapeutisch behandeln sollte. Denn Angstattacken können sich empfindlich auf das Leben von Betroffenen auswirken.

 

Bildquelle: Maren Beßler/pixelio.de

Zu den weiteren Anzeichen einer akuten Panikattacke können Herzrasen, Zittern, Übelkeit, Schwitzen und Ohrenrauschen gehören – und natürlich das Gefühl der Angst, nicht selten sogar Todesangst. In vielen Fällen dauert die Panik – oder Angstattacke lediglich wenige Sekunden bis einige Minuten an. Dann fällt die Angst urplötzlich ab und man kann sich wieder beruhigen.

 Tag Cloud Depression

Bildquelle:© Knipserin – Fotolia.com

Angstsituationen kontrollieren lernen

Um die Erwartungsangst zu kontrollieren, sollte man zunächst versuchen,das eigene Selbstbewußtsein zu stärken. Nur die Kraft der eigenen Gedanken kann den scheinend übermächtigen Gegner „Angst“ in die Schranken weisen. Gelingt dies auf Dauer nicht, sollte man eine Verhaltenstherapie machen, welche eventuelle mit Medikamenten unterstützt werden kann. Wichtig ist es, sich seinem Arzt des Vertrauens zu öffnen, da viele Menschen aus Scham nicht zugeben wollen, dass sie unter diesen Ängsten leiden.

Hier ein paar Ratschläge zur Bekämpfung der Angststörungen

Ratschlag 1.

Betätigen Sie sich sportlich und machen Entspannungsübungen.  Bei manchen Störungen helfen sie auch im Akutfall, unter anderem weil sich körperliche Entspannung und Erschöpfung physiologisch schlecht mit einer Angstreaktion vereinbaren lassen. Während einer Panikattacke kann sich die Wirkung jedoch umkehren!

Ratschlag 2.

Man sollte sich mit den Ängsten konfrontieren. Der Weg aus der Angst führt direkt durch sie hindurch. Wer auf Grund übertriebener Befürchtungen eine Situation oder ein Objekt meidet, wird die Angst am schnellsten los, wenn er sich stattdessen mit ihr konfrontiert. Der Betroffene lernt auf diese Weise, dass die Situation oder das Objekt harmlos ist. Das kostet am Anfang viel Überwindung, aber es baut nicht nur Ängste ab, sondern stärkt auch das meistens stark angegriffene Selbstbewusstsein.

Ratschlag 3.

Entstandene Ängste und Sorgen sollte man in der Form hinterfragen, wie wirklichkeitsnah und realistisch diese Ängste wirklich sind. Die Kernfrage ist: Vor was fürchte ich mich genau? Das stete Abwägen von Wahrscheinlichkeiten hilft, unangemessene und übertriebene Befürchtungen in den Griff zu kriegen.

Ratschlag 4.

Versuchen Sie sich in Gelassenheit zu üben. Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga können helfen, die Ängste abzubauen. Diese Entspannungstechniken sollte man aber über einen längeren Zeitraum durchführen, um einen dauernden positiven Effekt zu haben.

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Um bei einem aktuten Panikanfall möglichst schnell wieder in den Normalzustand zu gelangen, helfen auch folgende Tipps:

 

 

Bildquelle: S.Hoefschlaeger/pixelio.de

– alles, was Sie in dem Moment fühlen, ist eine übertriebene Körperreaktion

– Panikattacken sind zwar sehr belastend, aber ungefährlich

– Lenken Sie sich ab und denken an etwas Positives 

– Versuchen Sie sich von der Panikattacke zu befreien, indem Sie ihre Sinne auf das, was Sie hören, sehen und auch riechen, konzentrieren

– Warten Sie eine kleine Weile ab und lassen Sie den körperlichen Phänomenen Zeit zu vergehen. Auch Angst braucht ihre Zeit zum Vergehen, atmen Sie tief und nachhaltig dabei ein und aus.

Noch ein Zitat zum Schluß: 

 “Wir haben den größten Teil unserer Gefühle durch Angst ersetzt.” Paulo Coelho

Hilfreiche Links um sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen:

panicend.com

apotheken-umschau.de

angst-vor-angst.net

panik-attacken.de

psychic.de

angst-auskunft.de

Wir erhalten keine Vergütung für die Verlinkung oder eine Buchempfehlung!

Autorenteam Sonja Bode & Harry Bode

Textquellen auszugsweise:Wikipedia/spektrum.de/focus.de/hexal.de/wissenschaft.de/apotheken-umschau.de/angst-auskunft.de/angst-vor-angst.net/panicend.com/t-online.de/stern.de/psychic.de/aachener-zeitung.de/