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Schlaganfall (Apoplex)

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Schlaganfall (Apoplex)

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich einsetzende Funktionsstörung des Gehirns. Zu 80 Prozent wird er durch den Verschluss eines hirnversorgenden Gefäßes aufgrund eines Blutgerinnsels ausgelöst. Die übrigen 20 Prozent der Schlaganfälle resultieren aus einer Hirnblutung. Nervenzellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und beginnen abzusterben.

In jeder Sekunde, die der Schlaganfall andauert, sterben Hirnzellen ab. Die ersten Stunden nach einem Schlaganfall sind entscheidend.

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss daher schnell gehandelt werden.

Denn: durch rasches Handeln und einen frühen Therapie-Beginn können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und spätere Beeinträchtigungen gemindert werden. So besteht die Chance, die geistigen und körperlichen Folgen des Schlaganfalls zu begrenzen oder zu vermeiden. Jede Minute zählt: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall!

Deshalb ist es besonders wichtig, die Schlaganfall-Symptome zu kennen und richtig zu handeln

 

schlaganfall

 

Die unterschätzte

Gefahr:

Schlaganfall

 

 

 

 

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

Dieser wichtige Artikel wurde uns mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Seniorenliga e.V. zur Verfügung gestellt.

Wenn das Herz hin und wieder aus dem Takt gerät, ist das nicht weiter tragisch. Bei anhaltenden Rhythmusstörungen kann es allerdings gefährlich werden. So erhöht Vorhofflimmern, die häufigste Herzrhythmusstörung, das Risiko für Schlaganfälle um das Fünffache. Mit geeigneten vorbeugenden Maßnahmen kann das Schlimmste meist verhindert werden. Vor allem Ältere ab 65 Jahren, Menschen mit Diabetes und Bluthochdruckpatienten sollten daher ihr Schlaganfallrisiko beim Arzt abchecken lassen.

Woman in PainIn Deutschland leiden etwa 1,8 Millionen Menschen an Vorhofflimmern – diejenigen nicht eingeschlossen, die von ihrer Erkrankung nichts wissen. Denn Vorhofflimmern macht sich nur bei einem Teil der Betroffenen durch Herzrasen, Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Schwindel bemerkbar.

 

Bildrechte: DSL Fotolia 51459286

In vielen Fällen verläuft die Herzrhythmusstörung ohne Beschwerden und wird erst erkannt, wenn es bereits zum Schlaganfall gekommen ist. Personen, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen, sollten daher rechtzeitig von einem Facharzt ihr persönliches Schlaganfallrisiko ermitteln lassen. Das gilt insbesondere für Menschen ab 65 Jahren, bei bestimmten Grunderkrankungen des Herzens, bei Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht.

Schlaganfallrisiko kennen und vorbeugen

clinicNicht alle Risikofaktoren lassen sich beeinflussen, wie zum Beispiel das Lebensalter. Dennoch kann jeder selbst dazu beitragen, die Gefahr eines Schlaganfalls zu senken: Bei Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck ist eine zuverlässige medikamentöse Therapie wichtig. Entscheidend ist auch eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und Nichtrauchen.

Bildquelle: DSL Fotolia 53295203

In bestimmten Fällen sind Medikamente zur Regulierung von Herzfrequenz und Herzrhythmus notwendig. Wenn die Gefahr für Blutgerinnsel besonders groß ist, kommen Gerinnungshemmer zum Einsatz.
Schlaganfall durch Vorhofflimmern

Druck

 

Auslöser des Vorhofflimmerns sind elektrische Störimpulse in den Vorhöfen des Herzens. Sie führen dazu, dass die Vorhöfe nicht mehr rhythmisch schlagen, sondern unregelmäßig und viel zu schnell – sie flimmern.

 

Bildrechte: DSL

Das setzt die Pumpleistung des Herzens und damit den Blutfluss so stark herab, dass das Blut zu lange in den Vorhöfen verbleibt und im ungünstigsten Fall zu so genannten Gerinnseln verklumpt. Löst sich ein solches Blutgerinnsel, kann es Blutgefäße verstopfen. In 85 Prozent der Fälle sind Gefäße betroffen, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen. Die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn wird unterbrochen, es kommt zum Schlaganfall. Studien zufolge verlaufen diese Schlaganfälle besonders schwer und führen häufiger als andere zum Tod.

Die wichtigsten Fragen zu Vorhofflimmern und Schlaganfall beantwortet Professor Dr. med. Thorsten Lewalter, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am Isar Herz Zentrum in München, auf der Internetseite der Deutschen Seniorenliga www.deutsche-seniorenliga.de/schlaganfallrisiko-vorhofflimmern.html. Patienten mit Vorhofflimmern, die sich auf den Arztbesuch vorbereiten möchten, können sich beispielsweise auf der Internetseite www.schlaganfall-verhindern.de kostenlos einen Bogen mit Leitfragen herunterladen.

Autorenteam Sonja Bode & Harry Bode

Stammzellen als Hoffnung gegen Schlaganfall

Der Schlaganfall – oder auch Hirnschlag im Volksmund genannt ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Ca. 320.000 Menschen sind davon betroffen – die Sterblichkeitsrate nach einem Jahr ist 57%. Von den überlebenden Patienten sind ca. 1.000.000 Menschen dauerhaft behindert (Lähmungen – Sprachstörungen – Gleichgewichtsstörungen und Sehstörungen).

MCA-Stroke-Brain-Human-2Trift einen Menschen ein Schlaganfall, so bleiben in der Regel nur viereinhalb Stunden Zeit, um das Blutgerinnsel aufzulösen. Nach dieser Zeit wird das Gehirn irreparabel geschädigt. In Deutschland gibt es 160 sogenannter „Stroke-Units“ – das sind auf Schlaganfall spezialisierte Abteilungen zur Behandlung des akuten Schlaganfalls. Leider erreicht nur jeder vierte Patient diese Notfalleinrichtung rechtzeitig.

Aus diesem Grunde ist es dringend zu empfehlen, bei Verdacht auf einen Schlaganfall sich umgehend in eine solche Notfallabteilung bringen zu lassen.

Die nächste erreichbare Notfallabteilung für Hirnschlag können Sie hier abrufen.

800px-MCA-Stroke-Brain-Humn-2ADie medizinische Forschung an der Standford University in den USA hat nun im Rahmen neuster wissenschaftlicher Forschung ein Verfahren (SIRIUS)   entwickelt, welches das Zeitfenster der Behandlung (über viereinhalb Stunden) hinaus spürbar erweitert. Dies geschieht dadurch, dass man Stammzellen in das Umfeld des Hirninfarktes bringt und somit überlebende und geschädigte Gehirnzellen zur Regeneration anregt.

Die ersten Tests haben eine erhebliche Verlängerung der Zeit bis zur direkten Behandlung des Hirninfarktes ergeben. Weitere Test an Tieren, müssen nun zeigen inwieweit diese Behandlungsmethode auf den Schlaganfallpatienten angewendet werden kann.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Deutschland fördert ebenfalls ein laufendes Projekt mit 1,5 Mio EURO, welches ähnliche Zielsetzung wie das amerikanische Projekt hat.

Bild – und Textquelle: Deutsche Schlaganfall Hilfe.de / Freie Presse/Wikipedia

 

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