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Broccoli (Sulforaphan)

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Broccoli – Inhaltsstoff Sulforaphan – gegen Krebs 517925_web_R_K_B_by_Annamartha_pixelio.de-1                    

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle:Annamartha/pixelio.de

Immer wieder werden neue Substanzen in Kohlgewächsen entdeckt, die vor dieser und jener Krankheit, insbesondere aber vor Krebs schützen können. Jetzt fanden Wissenschaftler heraus, dass Brokkoli und Rosenkohl im Körper die Bildung eines Stoffes anregen können, der nicht nur prophylaktisch vor Krebs schützen soll, sondern auch in der Lage sein soll, vorhandenen Krebs zu vernichten. Der Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan hat in Laborversuchen sowie bei Tests mit Mäusen sehr gute Wirkung gegen die Tumorstammzellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gezeigt. Inzwischen werden die Labordaten von anderen Forschern bei malignen Tumorerkrankungen der Brust und der Prostata bestätigt.

An der Universitätsklinik Heidelberg laufen zur Zeit die letzten Vorbereitungen für den Start einer Pilotstudie, bei der die Wirkung von Brokkolisprossen bei 40 Patienten mit einem fortgeschrittenen Pankreaskarzinom getestet wird, die in der Chirurgie Heidelberg in Behandlung sind.
Obwohl die vorliegenden Ergebnisse vielversprechend sind, können Sie erst in die klinische Behandlung von Krebspatienten übertragen werden, wenn Daten aus klinischen Patientenstudien vorliegen. In den USA sind seit 2012 Pilotstudien angelaufen in denen die Wirkung von Sulforaphan auf Vorläuferläsionen des schwarzen Hautkrebs, sowie auf Karzinome der Prostata und der Harnblase wirken.

Aufnahme von Sulforaphan über Kohlgemüse und Broccolisprossen
Am besten erhalten bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe wenn man Brokkoli und andere Kohlsorten entweder roh verspeist und gut kaut, kurz dämpft oder kurz in Fett anbrät. Sulforaphan ist wasserlöslich, d.h., wenn man Brokkoli kocht, sollte das Kochwasser nicht wegschüttet, sondern zur Zubereitung einer Soße oder Suppe verwendet werden. Mikrowellen zerstören die bioaktiven Inhaltsstoffe.

Eine sehr gute Sulforaphan-Quelle können Brokkolisprossen  sein, die je nach Sorte und Wachstumsbedingungen 10- bis 100-mal soviel des Sulforaphanvorläufers Glukoraphan wie ausgewachsener Brokkoli enthalten können. Sie können Brokkolisprossen selbst keimen oder Sulforaphan-haltige Produkte aus dem Internet bestellen.

Eine Portion Broccoli pro Woche kann vor Krebs schützen
Nach Meinung der Forscher kann bereits ab eine Portion Broccoli pro Woche ein Anti – Krebs Effekt eintreten. Isst man Broccoli mit Joghurtsoße kann die Sulforaphanproduktion ebenfalls verbessert werden.

Nebenwirkungen von Broccolisprossen
Kohlpflanzen können Blähungen verursachen und enthalten Schwefel, was sich bei der Verdauung bemerkbar machen kann. Keimlingssprossen enthalten aber auch viele Ballaststoffe und wirken daher positiv auf die Verdauung. Zudem wirkt Sulforaphan indirekt antioxidativ. Bekannte Antioxidantien sind Vitamine und derzeit wird kritisch diskutiert, ob solche Substanzen die Wirkung einer Chemo- und Radiotherapie abschwächen. Klare Daten hierzu gibt es noch nicht.
 
Die Universität Heildelberg hat diesen Punkt an Mäusen getestet und finden keine Abschwächung, sondern eine Verstärkung der Chemotherapie: verschiedene Zytostatika beseitigen Tumorzellen besser, wenn Sulforaphan gleichzeitig gegeben wird. Dies sind Laborversuche, die vielversprechend sind, aber nicht nahtlos auf die Situation am Patienten übertragen werden können – hierzu ist eine Patientenstudie notwendig.

Texte: zentrum-der-gesundheit.de/Universität Heidelberg/t-online.de/

Autorenteam Sonja und Harry Bode

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