Der Seniorenblog aus Sachsen

Säure – Basen Balance

It's only fair to share...Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on RedditDigg thisFlattr the authorShare on StumbleUpon



pH-indicator strips

 

 

Säure –

Basen

Balance

 

 

 

 

Bildquelle: © Schlierner – Fotolia.com

Teil 1 der Artikelserie 

Der Säure – Basen Haushalt des Körpers ist die Grundlage für ein gesundes Leben 

Eine ausgewogene Balance zwischen Säuren und Basen in unserem Körper ist ein enorm wichtiger Faktor für unsere Gesundheit. Kippt der Säure-Basen-Haushalt nur geringfügig für einen längeren Zeitraum aus dem harmonischen Gleichgewicht, kann dies bereits zu vielen unangenehmen Begleiterscheinungen führen.

Der Säuren – Basen- Haushalt gilt als wichtigstes Regulationssystem des Organismus. Säuren und Basen werden zum größten Teil über die Nahrung zugeführt, entstehen aber vor allem als Zwischen – und Endprodukte der Stoffwechselarbeit, etwa durch stoffwechselinterne Umbauarbeiten zum Beispiel nach körperlicher Anstregung oder Stress.

552603_web_R_K_B_by_Carsten Jünger_pixelio.de

Der Säure-Basen-Haushalt ist die allgemeine Bezeichnung für diverse physiologische Regelmechanismen nach dem Prinzip der Homöostase. Sie halten den Ablauf der notwendigen Stoffwechselvorgänge bei einem pH-Wert von 7,4 (±0,05) im Blut aufrecht.

 

Bildquelle: Carsten Jünger/pixelio.de

Zur Regulierung des Säurebasengleichgewichts tragen die Puffereigenschaften des Blutes und der Gewebe sowie der Gasaustausch in der Lunge und der Ausscheidungsmechanismus der Niere bei. Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers führen zu Azidose (Übersäuerung) oder Alkalose (Untersäuerung) und können sich lebensbedrohlich auswirken.

Eine Übersäuerung kann beispielsweise nicht nur Sodbrennen, Gicht, Rheuma, Osteoporose, Ekzeme, Pilzerkrankungen, Cellulite und frühzeitige Falten verursachen, sondern sie führt auch nicht selten zu Kopfschmerzen und Migräne sowie im schlimmsten Falle auch zu Krebserkrankungen.

Bis zu einem gewissen Maße kann unser Körper die überschüssigen, giftigen Säuren durchaus selbst ausscheiden. Wird er jedoch regelrecht damit überflutet, lagern sich diese Säuren irgendwann im Bindegewebe, in den Blutgefäßen und in unseren Gelenken ein und blockieren dadurch wichtige Stoffwechselvorgänge.

Was sagt der Säuren – Basen – Haushalt über Gesundheit und Wohlbefinden aus?

689469_web_R_B_by_Tim Reckmann_pixelio.deDer Säure – Basen- Haushalt spielt im Rahmen eines Routine-Checks beim Arzt eine untergeordnete Rolle, weshalb im Rahmen einer normalen Untersuchung kein Säure – Basen – Status erstellt wird. Nur bei medizinischen Notfällen wird darauf geachtet. Leider sind viele Mediziner der Meinung, dass man sich nicht sonderlich um den Säure – Basen – Haushalt kümmern muss.

Bildquelle: Tim Reckmann/pixelio.de

Ist zum Beispiel der Säure – Basen – Haushalt des Blutes messbar gestört, befindet sich der betroffene Mensch in akuter Lebensgefahr. Ist das Gleichgewicht des Säure – Basen- Haushalts im Binde – und Organgewebe dauerhaft gestört, ist der betroffene Patient „chronisch krank“.

Einflüsse von Nahrungsfaktoren

Ernährung beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt: Bei der Verdauung und Verstoffwechslung von Lebensmitteln und -inhaltsstoffen entstehen in unterschiedlichen Mengen Säuren und Basen. Dabei wirken manche Lebensmittel basisch, andere neutral oder sauer.

Die Wirkung hängt nicht vom Geschmack des Lebensmittels ab, beispielsweise wird eine sauer schmeckende Zitrone mit Basenüberschuss abgebaut. Entscheidend ist die Nährstoffzusammensetzung und die Verstoffwechslung der Nährstoffe eines Lebensmittels. So wirken Eiweiß und schwefelhaltige Aminosäuren, Phosphat, Nukleinsäuren eher „säuernd“, während Fruchtsäuren, Kalium oder Hydrogencarbonat eher basische Wirkung haben.

Entsprechend können unterschieden werden sogenannte:

Säurebildende Lebensmittel:

Dies sind insbesondere Fleisch, Fisch, Käse und Eier. Auch Getreide, Getreideerzeugnisse und Brot zählen eher zu den säuernden Lebensmitteln.

Basische Lebensmittel:

Dazu zählen insbesondere Gemüse, Salate, Obst und -säfte sowie Milchprodukte mit einem hohen Molkeanteil.

Neutrale Lebensmittel:

Das sind u.a. Fette und Öle.

Kaffee, alkoholische Getränke oder verschiedene Süßwaren sind schwach basisch bzw. schwach sauer. In der Summe führt eine bei uns übliche Mischkost zu einem leichten Säureüberschuss, der i.d.R. neutralisiert und über die Nieren ausgeschieden werden kann.

Neben Nahrungsfaktoren kann der Säure-Basen-Haushalt durch Stress, Hektik, Bewegungsmangel aber auch durch Leistungssport beeinflusst werden. Im Alter ist die Nierenfunktion u.U. eingeschränkt und dadurch die Säureausscheidung vermindert.

Latente Azidose

Die Kapazität der körpereigenen Puffersysteme ist beim gesunden Menschen so hoch, dass keine Übersäuerung (Azidose) entsteht.
Allerdings wird schon lange kontrovers diskutiert, ob Nahrungsfaktoren sogenannte latente Azidosen verursachen können. Hier liegt der pH-Wert des Blutes im Durchschnitt eines Tages unter 7,4 und die Pufferkapazitäten sind vermindert. Neuere Untersuchungen scheinen diesen Zusammenhang zu bestätigen. Die Symptome einer latenten Azidose sind unspezifisch und können sich z.B. in Form von häufigem Sodbrennen, Muskelverspannungen, Schlafstörungen oder Erschöpfung äußern. Die latente Azidose soll Risikofaktor für bestimmte chronische Erkrankungen sein, wie beispielsweise Störungen im Knochenstoffwechsel, Arthrose, Gicht oder Rheuma.

Von der latenten Form ist die manifeste Azidose bzw. Alkalose (Basenüberschuss) abzugrenzen:

Bestimmte Erkrankungen (Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus u.a., starke Durchfälle und Erbrechen), auch lang anhaltender Hunger, möglicherweise auch Hochleistungssport können starke pH-Verschiebungen im Körper bewirken, die unbedingt beachtet und behandelt werden müssen. Ansonsten können lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisungen die Folge sein. Manifeste Azidosen bzw. Alkalosen entstehen nicht durch den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel.

„Basenfreundliche“ Ernährung

Die wichtigsten Hinweise sind:

  • Essen Sie abwechslungsreich!
  • Essen Sie reichlich Gemüse, Salat, Vollkornprodukte und Obst. Wählen Sie Fleisch oder Fisch oder Eierspeisen als Beilage zur Mahlzeit und nicht als Hauptspeise!
  • Verzehren Sie mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst jeden Tag!
    z.B. Gemüse und / oder Salat zur warmen Hauptmahlzeit, Rohkost zum Brot und Obst zu den Zwischenmahlzeiten, im Müsli …!
  • Essen Sie häufiger Kartoffeln als Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Ofenkartoffeln u.ä. !
  • Trinken Sie reichlich! Hydrogenkarbonatreiche (Bikarbonat) Mineralwässer (> 1000 mg/l) wirken basisch!

Ein 70 kg schwerer Mensch erzeugt täglich zunächst unabhängig von der aufgenommenen Nahrung 46 Millival nierenpflichtige Säure. Um diese zu neutralisieren, muss man täglich ca. 1,5 Kilo frisches Obst und Gemüsse verzehren. (Quelle: Remer und Manz – Potential renal acid load of foods and its influence on Urin ph – US National Libraray of Medicine, USA)

Eine solche Ernährung ist im Grunde einfach. Und Sie können ohne Aufwand einen guten Beitrag für Ihr persönliches Wohlbefinden leisten. (Quelle: ernaehrungsberatung.rlp.de)

Der Artikel wird mit dem 2. Teil fortgesetzt

 

Autorenteam Sonja Bode & Harry Bode

Textquellen auszugsweise: Wikipedia/naturpower.de/ugb.de/säure-basen-forum.de/basica.de/reformhaus.de/apotheken-umschau.de/medizin-info.de/gesund.co.at/basenfasten.de/gesund-heilfasten.de/jameda.de/logi-methode.de/aerzteblatt.de/netdoctor.de/lebensmittellexikon.de/vitagate.ch/merckmanuals.com/healthline.com/patient.co.uk/acid-base.com/.medterms.com/psychologicalharassment.com/ncbi.nlm.nih.gov/gesunde-lebensfuehrung.com/aertzezentrum-breitenlee.at/ernaerungsberatung.rpl.de/arzneitee.de/gesundheitslexikon.com/heifastenkur.de/heilfastenkur.de/zentrum-der-gesundheit.de/brigitte.de/boundless.com/http://medical-dictionary.thefreedictionary.com/Buch: Säure-Basen Balace (GU Kompass)/Buch: Original Säure-Basen-Haushalt Dr. Worlitschek/

Schreibe einen Kommentar