Der Seniorenblog aus Sachsen

Liebe im Alter

It's only fair to share...Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on RedditDigg thisFlattr the authorShare on StumbleUpon

Happy senior couple

 

 

 

Soll man im Alter zusammen ziehen?

 

 

 

 

 

Bildquelle: © PictureArt – Fotolia.com

Man nennt es das Bündnis am Ende des Lebens.

Ein Leben lang hat man sich kaum darüber Gedanken gemacht und dann ist es so weit: Man ist alt, die Kinder aus dem Haus, der Partner vielleicht schon verstorben und die Wohnung ist plötzlich viel zu groß. Die Arbeiten gingen früher viel leichter von der Hand und zu den körperlichen Beschwerden gesellt sich etwas, was man vorher gar nicht kannten: die Einsamkeit.

390528_web_R_by_Rike_pixelio.deTrotzdem: mit der Perspektive, in ein Seniorenheim zu ziehen, kann man sich nicht abfinden. Selbst ist man ja noch kein Pflegefall und bevorzugt ein selbstbestimmtes Leben. Dazu würde am optimalsten ein Partner/in in gleichem Alter passen.

Bildquelle: Rike/pixelio.de

Entschließt man sich auf die Suche zu gehen, so bleiben im Grunde nur zwei Möglichkeiten. Man sucht einen neuen Partner oder man zieht in eine Senioren – Wohngemeinschaft.

Siehe den Artikel zur Senioren WG beim Seniorenblog hier.

Hat man sich aber entschlossen einen neuen Partner für die letzten Lebensjahre zu finden, so ist dies ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

248164_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.deDenn nun wird es spannend – man fühlt sich an seine Jugend erinnert, wo alles noch einfacher im Bezug auf Partnersuche war. Früher war es so, dass ältere Menschen nach dem Tode des Partners alleine blieben – noch in den 80er Jahres des letzten Jahrhunderts kenne ich persönlich Fälle, bei denen diese Menschen gesellschaftlich zumindest als „Außenseiter“ eingestuft wurden.

Bildquelle: Rainer Sturm/pixelio.de

Hat man sich entschlossen eine neue Partnerschaft einzugehen (egal ob ein Zusammenleben oder sogar noch eine späte Heirat), sollte man bedenken, daß es schwer ist, lieb gewordene Gewohnheiten aufzugeben und sich noch einmal ganz auf ein neues Zusammenleben mit einem Partner einzustellen.

Experten raten daher dazu, nichts zu überstürzen. So kann es ratsam sein, erst einmal einige Monate „auf Probe“ zusammen zu wohnen, während die eigene Wohnung behalten wird.

82679_web_R_by_adel_pixelio.deWeiterhin sollten offene Gespräche darüber geführt werden, was vom „alten Leben“ in der neuen Wohnung übrig bleibt. So stören sich viele Menschen daran, wenn sie tagtäglich die Bilder ihres neuen Partners mit dem verstorbenen Ehepartner sehen müssen, die noch überall in der Wohnung hängen.

Bildquelle: adel/pixelio.de

Gerade verwitwete Menschen brauchen manchmal sehr lange um die Trauer zu überwinden und einen neuen Partner in ihr Leben lassen. Vielfach blockieren auch Erinnerungen an den alten Partner einen Neuanfang. Diese Probleme löst man am besten dadurch, dass man mit seinem neuen Partner offen darüber spricht.

Trotzdem allem guten Willen kann es vielleicht ein Problem sein 24 Stunden mit einem neuen Partner zu teilen. Man sollte vorab Grenzen abstecken um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Jeder sollte den Partner respektieren und ihm auch seine Freiräume lassen. 

Ich habe ein gutes Beispiel in unserer eigenen Familie. Eine Tante meiner Frau ist nun Anfang achtzig. Nach dem Tod ihres Lebensgefährten hatte sie panische Angst vor dem Alleinsein, was man verstehen kann.

Nur ein paar Monate später hat sie ihre ersten Kontaktversuche über Internetplattformen für Senioren gemacht (mit unserer Hilfe). Das Ergebnis war, dass sie einige nette Herren in ihrem Alter kennen lernte und sich auch in einen „verguckt“ hatte. Leider spielte die Entfernung der Beiden nicht mit. So lebt sie heute mit einem Herrn in ihrem Alter zusammen – es ist eine bessere Wohngemeinschaft ohne Gefühlsgrundlage – eine nützliche Symbiose auf Gegenseitigkeit.

Doch es gibt auch Liebe im Alter – meine Frau und ich heirateten im Alter von über sechzig Jahren und wir haben es bis heute nicht bereut. Man sieht es an unsrem „Kind – dem Seniorenblog“.

53700_web_R_by_adel_33_pixelio.deSollte man das Zusammenziehen wagen, gilt es auch rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. In vielen Fällen muss der Vermieter zustimmen, wenn man dauerhaft zu jemanden hin die Wohnung zieht. Durch den Einzug weiterer Personen darf es aber nicht zu einer Überbelegung der Wohnung kommen.

Bildquelle: adel_33/pixelio.de

Bei einer solchen Überbelegung der Wohnung ist der Vermieter gegebenenfalls sogar berechtigt, das Mietverhältniss zu kündigen.

289828_web_R_K_B_by_derateru_pixelio.de

 

Bei einer Heirat sind vor allem die rechtlichen Ansprüche auf Rente zu prüfen, da zum Beispiel eine Hinterbliebenenrente bei Heirat weg fällt.

Bildquelle: derateru/pixelio.de

Von Kindern wird sehr oft kein Verständnis entgegengebracht, wenn es um die Wiederverheiratung geht. Unabhängig von vielleicht persönlichen Animositäten sehen viele ihr Erbe schrumpfen.

Letztendlich ist es eine persönliche Lebensentscheidung,ob man seine letzten Jahre nicht alleine verbringen will. Der Versuch ist es wert – denn es gibt nichts schlimmers als die Einsamkeit.

Autorenteam Sonja Bode & Harry Bode

Textquellen auszugsweise: Wikipedia/swrmediathek.de/paradisi.de/n24.de/spiegel.de/focus.de/stern.de/Senioren Ratgeber/

Schreibe einen Kommentar