Der Seniorenblog aus Sachsen

Sicherheit im Badezimmer

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Das Badezimmer – einer der gefährlichsten Orte in der Wohnung

Während meiner Tätigkeit im Krankenhaus war einer der häufigsten Haushaltsunfälle der Schenkelhalsbruch, bedingt durch einen Sturz in der eigenen Wohnung der Patienten. Speziell das Ausrutschen im Badezimmer war mit die häufigste Unfallursache bei Knochenbrüchen.

Morgens schnell unter die Dusche, abends ein heißes Entspannungsbad oder Zurechtmachen
für einen festlichen Abend: Fast täglich gönnen wir uns das zur Körperpflege oder weil es uns gut tut. Nasse Fliesen werden aber schnell zur Rutschbahn, wenn man nicht rechtzeitig die Wasserlachen entfernt, welche beim Baden oder Duschen entstehen. Auch können Reste von Shampoo auf den Badezimmerfliesen zu schlimmen Stürzen führen. Man sollte daher nach dem Baden oder Duschen die Fliesen unbedingt trocken halten.

441331Gerade ältere Menschen haben hier ein spezielles hohes Unfallrisiko. Die Gründe für Stürze sind ganz unterschiedlich; abnehmende Kräfte, Mangelernährung (zu wenig Calcium), Manchmal gehen aber auch ganz menschliche Eigenschaften und Schwächen einem Sturz voraus, die fehlende Einsicht in die eigene Hilfsbedürftigkeit zum Beispiel oder falscher Stolz, wenn es darum geht, ein Hilfsangebot anzunehmen.

Dazu kommt, dass Senioren oft ihre Fitness überschätzen und einfach zu sorglos bezüglich eines Unfalls sind.

Was kann man gegen Unfälle im Badezimmer tun?

Die gute Nachricht ist: Stürzen kann man recht gut vorbeugen, wenn man das Badezimmer entsprechend ausstattet. Gerade in der Dusche und in der Badewanne ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausrutschens extrem hoch. Mit entsprechenden Antirutschmatten kann man die Unfallgefahr erheblich reduzieren.

ridder_wanneneinlage_grauSo bietet der Onlineshop von Semed eine große Auswahl an Antirutschmatten und anderer Hilfsmitteln an. Vor dem Kauf bedenken sollte man, dass die Antirutschmatte die entsprechende Größe für Badewanne oder Dusche hat. Wichtig sind auch die zahlreichen Saugnäpfe an der Unterseite der Matten, die letztlich das Wegrutschen verhindern. Die Antirutschmatten von heute sind sehr pflegeleicht und auch preislich erschwinglich. 

Zusätzlich wird empfohlen, genügend Haltegriffe im Badezimmer anzubringen, da man so am besten Unfällen vorbeugen kann. Auch der Einbau einer Einstiegshilfe für die Badewanne verringert erheblich das Unfallrisiko. Hilfreich für ältere Menschen ist eine Sitzgelegenheit neben der Badewanne. Wer sich zum Abtrocknen hinsetzt, kann nicht stürzen, etwa bei einem Schwindelanfall nach einem heißen Bad und einem dadurch geschwächten Kreislauf. Dagegen bietet der Badewannenrand keinen Halt und keine Stütze. Die geringen Ausgaben dafür zahlen sich in mehr Sicherheit vor Stürzen aus. 

Zur Unfallvermeidung von Stürzen bei Senioren, bietet das Deutsche Kuratorium für Sicherheit im Heim und Freizeit DSH eine lesenswerte Broschüre an, die Sie hier kostenlos downloaden können.

Autorenteam Sonja und Harry Bode

Textquellen auszugsweise:

Bildquelle: semed.de/