Der Seniorenblog aus Sachsen

Verbraucher-Nachrichten

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Achtung Virus: Schadsoftware fordert Anruf bei der Telekom

phishing / fish hook on computer keyboardBetrüger treiben derzeit unter dem Namen der Deutschen Telekom ihr Unwesen. Sie schleusen Schadsoftware auf die Rechner ihrer Opfer, die den berüchtigten Windows-Bluescreen nachahmt. Dazu erscheint eine Fehlermeldung, die vermeintlich zum Anruf bei der Telekom auffordert.

Der falsche Bluescreen, der plötzlich beim Surfen auftaucht, ist etwa mit „Infection-ID 13419073271“ betitelt. Darüber legt sich ein Pop-up-Fenster, das Kunden der Telekom anspricht. Es gaukelt ihnen vor, ihre persönlichen Fotos, Passwörter und Kreditkartendaten könnten gefährdet sein. Daher sollten sie sofort den technischen Support unter einer angegebenen Festnetznummer anrufen. Dieser Aufforderung sollten betroffene Nutzer tunlichst nicht nachkommen – denn sie landen selbstverständlich nicht bei der Telekom. Die Betrüger versuchen, den Anrufern nutzlose Dienstleistungen zu verkaufen, oder sich aus der Ferne Zugang zum Rechner zu verschaffen. Lesen Sie diesen wichtigen Artikel zu Computerviren bei t-online.de hier.

Sicherheitsforscher hacken das EC-Bezahlsystem

atm-573478_640Berliner Forscher haben gravierende Schwächen im deutschen EC-Bezahlsystem entdeckt. Sie sind damit in der Lage, die Konten beliebiger Händler und Geschäfte zu plündern. Einen alten Kassenbeleg, ein bei Ebay ersteigertes EC-Kartenterminal und ein Laptop – mehr bräuchten Fabian Bräunlein und Philipp Maier nicht, um sich zu bereichern.

Damit könnten die Forscher der Berliner Firma Security Research Labs jedes handelsübliche EC-Terminal, das in einem Laden in Deutschland oder anderen europäischen Ländern steht, aus der Ferne klonen und dafür nutzen, sich selbst Geld gutzuschreiben. Lesen Sie zu diesem aktuellen Thema den ganzen Artikel bei zeit.de hier.

Die Weihnachtsgans „Auguste“ oder die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbraten: Herkunfts- und Haltungskennzeichnung bei Fleisch

gans,weihnachten,gefügelBei den meisten Familien darf zum großen Fest eins nicht fehlen: Der Weihnachtsbraten. Am häufigsten werden klassische Gänse- oder Entenbraten aufgetischt, aber auch Roastbeef oder Lammkeule finden ihre Liebhaber. Woher der Festtagsschmaus dabei kommt, ist immer mehr Verbrauchern wichtig. Tierwohl und tiergerechte Haltung sind nicht nur zur Weihnachtszeit ein Anliegen und Kaufkriterium. Doch welche Herkunfts- und Haltungskennzeichnungen sind dabei wirklich gesetzlich geregelt und damit verlässlich?

Seit dem 1. April 2015 muss bei verpacktem, unverarbeitetem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch die Herkunft in Form von Angaben zum Aufzuchtort und Schlachtort des Tieres angegeben werden. „Eine Angabe über die konkrete Tierhaltung ist dabei aber nicht enthalten. Und auch Beschreibungen wie „artgerecht“ oder „tierschutzgerecht“ sind gesetzlich nicht definiert und damit nicht verlässlich“, weiß Dr. Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen. Anders verhält es sich bei Geflügel. Hier sind die Begriffe „Extensive Bodenhaltung“, „Auslaufhaltung“, „Bäuerliche Auslaufhaltung“ und „Bäuerliche Freilandhaltung“ EU-weit rechtlich geregelt. Anbieter, die damit auf Geflügelfleisch werben, müssen festgelegte Kriterien einhalten, beispielsweise Anforderungen an die maximale Besatzdichte im Stall, die zur Verfügung stehende Auslauffläche pro Tier und die Mastdauer. „Allerdings sind diese Angaben freiwillig“, fügt Brendel hinzu.
Der Deutsche Tierschutzbund und die Organisation „Vier Pfoten“ vergeben jeweils anbieterunabhängige Tierwohllabel. „Unserer Einschätzung nach erfolgt das nach klaren und transparenten Kriterien. Allerdings ist das Angebot an gelabelter Ware im Handel noch sehr überschaubar und die Möglichkeiten, sich als Verbraucher bewusst für ein tierfreundliches Produkt zu entscheiden, begrenzt“, so Brendel.

Wer bereit ist, für Fleisch deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, ist deshalb mit einem Braten von Tieren aus ökologischer Tierhaltung gut bedient. Die EU-Öko-Verordnung stellt strenge Anforderungen an die Haltung mit einem höheren Platzangebot und ermöglicht es den Tieren damit ihre arteigenen Verhaltensweisen besser auszuleben. „Viele meinen außerdem, dass das Fleisch auch aromatischer ist, weil es aufgrund der artgerechten Haltung viel langsamer wachsen und eine feste Struktur ausbilden konnte“, erklärt die Ernährungsexpertin. Eine weitere Möglichkeit, Haltung und Qualität vor dem Kauf zu überprüfen, ist der Gang zum örtlichen Direktanbieter. „Viele geben Interessierten Einblicke in die Aufzucht und Produktion“, so Brendel.

Bei unverpackter, so genannter loser Ware, ist die Herkunftsangabe nur bei Rindfleisch Pflicht. „Bei allen anderen sollten interessierte Konsumenten also beim Verkaufspersonal nachfragen, das oft über seine Lieferanten Bescheid weiß“, rät Brendel abschließend.

Interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei Fragen zu Lebensmitteleinkauf und zu anderen Themen bezüglich Lebensmitteln und Ernährung an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden (Ernährungstelefon, Nummer 0180-5-791352 (Festnetzpreis 0,14 €/Min.; Mobilfunkpreis maximal 0,42 €/Min. jeweils montags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr.

Bildquelle: Mr_KARR_pixelio.de  /Textquelle: verbraucherzentrale-sachen.de/