Der Seniorenblog aus Sachsen

Verbraucher-Nachrichten

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Täuschend echt und trotzdem ein Spam

283463_web_R_B_by_Antje Delater_pixelio.deDas Erkennen gefälschter E-Mails wird immer schwieriger. Der Weihnachtstrubel hat längst begonnen und mit ihm auch das online-Geschäft. Wer viel surft und online einkauft, ist es gewohnt, per E-Mail Vertrags- oder Zahlungsbestätigungen, Rechnungen oder Informationen der Anbieter zu erhalten. „Es ist aber mittlerweile gar nicht mehr so einfach, eine echte E-Mail von einer gefälschten zu unterscheiden“, erklärt Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Selbst derjenige, der die Dienste gar nicht in Anspruch genommen hat, kann bei der einen oder anderen Nachricht ins Grübeln geraten. Noch schwieriger wird es aber für Verbraucher, die Kunden oder Nutzer des in der Nachricht genannten Dienstes sind. Hier steckt der Teufel im Detail.

„Gefälschte Rechnungen und Mahnungen von bekannten Telekommunikationsanbietern, falsche Datenabfragen oder Verifizierung der Kontodaten von beliebten Onlineshops oder angebliche Zahlungsbestätigungen von oft genutzten Onlinebezahldiensten sind schon längst keine Seltenheit mehr in den E-Mail Postfächern der Verbraucherinnen und Verbraucher“, so Hartmann.

So erhielt jüngst ein Verbraucher eine täuschend echt aussehende Zahlungsbestätigung angeblich von Paypal, in der eine Zahlung in Höhe von 875 € ausgewiesen wurde. Das perfide daran: Die E-Mail enthielt einen gut sichtbaren Button „Zahlung stornieren“ und einen Hinweis, dass der Nutzer den Button anklicken soll, wenn er diese Zahlung nicht persönlich ausgeführt hat. „Bei dem hohen Betrag ist man schnell geneigt, diesen Button auch nutzen“, meint Hartmann. Bei einer echten Zahlungsbestätigung von Paypal gibt es keinen Button, um die Stornierung einer Zahlung vorzunehmen. Wenn es Probleme geben sollte, muss sich der Käufer an den Käuferschutz wenden.

Auch wenn nicht zwingend Daten vom Verbraucher abgefangen werden, so entsteht dennoch eine gefährliche Situation beim Folgen von Links: Im Quellcode der Seite können Schadprogramme versteckt sein.

Nutzer sollten daher auch immer bei Nachrichten bekannter Anbieter oder bei bekannten Banken und Sparkassen äußerst skeptisch sein. Das Öffnen der E-Mail Nachrichten selbst ist in der Regel noch gefahrlos. Links hingegen sollte man in keinem Fall folgen, auch Anhänge sollten nicht geöffnet werden. Im Zweifel können Betroffene bei dem genannten Unternehmen selbst – über eine Adresse, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, die nicht aus der E-Mail entnommen werden sollte – nachfragen.

(Quelle: verbraucherzentrale-sachsen.de)

Bildquelle: Antje-Delater_pixelio.de

WHO-Bericht: 420.000 Tote jährlich durch Lebensmittelinfektionen

salt-653072_640Mettbrötchen, Sushi, rohe Sprossen, Tiramisu – all diese und noch viele andere Speisen können Bakterien und Viren enthalten, die krank machen. In Europa ist das Risiko zwar vergleichsweise gering, sich eine Lebensmittelinfektion zuzuziehen, zeigt ein aktueller Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO. 

Pro Jahr erkranken rund 23 Millionen Menschen durch verunreinigtes Essen oder kontaminierte Getränke. 5000 Menschen sterben an den Folgen dieser Krankheiten. Das gefährlichste Problem in Europa sind laut dem Bericht Infektionen mit Salmonellen, die für knapp 2000 dieser Todesfälle verantwortlich sind. Lesen Sie zu diesem wichtigen Ernährungsproblem den ganzen Artikel bei spiegel.de hier.

Tea-Time beim BGH: Urteil zu Fruchtabbildungen auf Früchtetee-Verpackungen

Verbraucherschutz onlineApfel-Ingwer-Traum, Winterzauber oder Cranberry-Zimt: Tee ist eines der Lieblingsgetränke in der kalten Jahreszeit. Mittlerweile gibt es sie in sämtlichen Variationen – zumindest was die Fruchtabbildungen auf der Verpackung betrifft. „Ob die Früchte aber tatsächlich enthalten sind oder der Geschmack nur Aroma ist, zeigt oft erst der Blick auf die Zutatenliste“, weiß Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen. Dürfen Verbraucher aber nicht erwarten, dass die abgebildeten Früchte auch in Bestandteilen oder zumindest durch natürliche Aromen dieser Früchte im Tee enthalten sind? Das hat sich auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einem Verfahren gegen den Teekanne-Früchtetee „Felix Himbeer-Vanille Abenteuer“ gefragt.

Der BGH hat diese Frage heute beantwortet (Az.: I ZR 45/13):

Nach Ansicht der Richter werden Verbraucher durch die hervorgehobenen Angaben „Himbeer-Vanille-Abenteuer“ und die Abbildung von Vanilleblüten und Himbeeren zu der Annahme veranlasst, in dem Tee seien auch Bestandteile davon enthalten. Ist dies tatsächlich aber nicht der Fall, ist es irreführend. Auch ein wahrhaftiges Zutatenverzeichnis kann diese Irreführung nicht ausschließen. Die Darstellung ist damit zu unterlassen. Der Tee ist nicht mehr im Handel erhältlich.

„Das Urteil werten wir als großen Erfolg für mehr Klarheit und Wahrheit auf Lebensmittelverpackungen. Der fälschliche Eindruck oder die Erwartung, dass die beworbenen Zutaten auch tatsächlich im Tee enthalten sind, kann eben nicht einfach durch eine Zutatenliste wieder zurechtgerückt werden“, so Wiesemann weiter. Wichtige Informationen müssen auf der Produktvorderseite zu finden sein und es dürfen keine Qualitäten angepriesen werden, die nicht vom Inhalt eingelöst werden.

Mit 38.106 verkauften Tonnen in 2014 zählen Kräuter- und Früchtetees zu den beliebtesten Getränken der Deutschen, wie die Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF) belegen. Davon entfielen rund 11.956 t auf aromatisierte Kräuter- und Früchtetees und etwa 6020 auf nicht aromatisierte Produkte.

Der BGH hat mit seiner Entscheidung das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 16. März 2012 (Az.: 38 O 74/11) wiederhergestellt.

Quelle: verbraucherzentrale-sachsen.de

Bildquelle: CC0/fotolia.com