Der Seniorenblog aus Sachsen

Haben Sie Angst vor Armut im Alter?

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Senioren,Geld

 

Was sich gegen Altersarmut unternehmen lässt

 

 

 

 

 

Der demographische Wandel bringt es mit sich, dass das Thema Altersarmut in zunehmendem Maße an Relevanz gewinnt und weiter gewinnen wird. Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur. Denn die Verschiebungen in der Alterspyramide nach oben hin machen bei gleichbleibend niedrigen Geburtenraten eine weitere Absenkung des Rentenniveaus bei gleichzeitiger Anhebung der Rentenversicherungssätze unumgänglich. Gleichzeitig steigt derzeit das Renteneintrittsalter jedes Jahr ein Stückchen weiter an. Da aber viele Arbeitnehmer bereits die frühere Grenze von 65 Jahren nicht erreichen, da sie aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen früher als vorgesehen aus dem Erwerbsleben ausscheiden, kommt es zu weiteren Abschlägen auf die auszuzahlende Rente.

Das Problem verschärft sich

Geld, Steuern,EinkommenIm Mai 2016 brachte der WDR einen Beitrag mit dem Titel: „Kommt 2030 das Rentenfiasko?“ Im dazugehörigen Bericht wurden Zahlen vorgelegt, nach denen im Jahr 2030 bereits nahezu jeder zweite Rentenempfänger auf eine Anhebung seiner Ansprüche durch die staatliche Grundsicherung angewiesen sein wird. Die entsprechende Statistik wurde im Nachgang durch Experten als grob fehlerhaft analysiert. So geht etwa Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung davon aus, dass es sich um lediglich fünf Prozent der Rentner handeln wird. Trotzdem aber wird sich das Leben im Alter gegenüber der heutigen Generation von Rentnern in mittlerer bis ferner Zukunft vielfach grundlegend ändern. Hiervon sind vor allem Frauen betroffen, die im Schnitt lediglich 60 Prozent des Rentenniveaus von männlichen Arbeitnehmern erreichen. Hier spielen vor allem Ausfallzeiten im Rahmen von Schwangerschaften und der anschließenden Kindererziehung eine Rolle, da häufig im Rahmen der Gründung einer Familie keine vollschichtige Arbeit mehr aufgenommen wird. Da Frauen generell eine höhere Lebenserwartung haben, werden vor allem allein lebende Witwen in Zukunft vermehrt von Altersarmut betroffen sein.

Im Alter weiter arbeiten

Senioren, Mann, Geld, pleiteDie private Vorsorge für das Alter gestaltet sich derzeit schwierig. Denn festverzinsliche Anlageformen führen durch die niedrigen Leitzinsen bei gleichzeitiger Inflation seit Jahren zu Wertverlusten. Gleiches gilt aus den gleichen Gründen für Lebensversicherungen und eine Vielzahl von Riester-Verträgen. Lediglich Investition in Immobilien ist durch das niedrige Zinsniveau attraktiver geworden. Die Alternative hierzu ist, auch als Rentner weiter zu arbeiten. Allerdings gilt es hierbei eine Reihe von Punkten zu beachten. Denn auch auf Rentenbezüge können Steuern erhoben werden. Diese erhöhen sich im Rahmen der Progression, wenn zusätzliche Einnahmen in Form von Einkünften aus Erwerbsarbeit hinzutreten. Unschädlich sind in diesem Zusammenhang lediglich Minijobs, da bei diesen eine pauschale Besteuerung in Höhe von zwei Prozent durch den Arbeitgeber erfolgt. Außerdem werden ab einem Überschreiten des Höchstsatzes für einen Minijob in Höhe von derzeit 450 Euro die Rentenansprüche um ein Drittel gekürzt. Wer Rentenansprüche in Höhe von 1.500 Euro pro Monat hat, hat daher bei einem Verdienst von 460 Euro pro Monat aufgrund des Abzugs von 500 Euro auf die Rente am Ende trotz Arbeit am Ende weniger in der Tasche. Sofern sich der Finanzbedarf nur temporär erhöht, kann es hingegen auch Sinn machen, einen Kurzzeitkredit für Rentner zu beantragen und die Raten beispielsweise später aus den Einkünften aus dem laufenden Minijob abzuzahlen. Um aber auch langfristig im Rentenalter liquide zu bleiben, sollte möglichst früh mit der entsprechenden Finanzplanung begonnen werden, um Zahlungsengpässe zu vermeiden.

Bildrechte: fotolia/CC0

Autorenteam Sonja und Harry Bode