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Bologna, die rote Eleganz

Reisen, Italien, Bologna

Das backsteinrote Bologna ist nicht nur die Heimat der ältesten Universität, hier gehen sogar die Türme vor Bolognas umwerfender Kochkunst in die Knie.
Bologna, die siebtgrößte Stadt Italiens, erstrahlt mitten in der Emilia-Romagna in dem Rot ihrer eleganten Ziegelbauten. Sie bildet das Herz der Region Bologna und gleichzeitig fungiert sie als Knotenpunkt zwischen Nord- und Süditalien.

Der prägnanten Farbe ihres Backsteins, aus dem in Bologna fast alles erbaut ist, verdankt sie ihren Beinamen Rossa (die Rote). Aber auch ihre Universität verschaffte dem Kulturzentrum einen weiteren Titel, la Dotta (die Gelehrte). Bologna ist nicht nur Sitz der ältesten Hochschule der Welt, sondern weist prozentual auch den höchsten Anteil an Akademikern und berufstätigen Frauen auf. Die Universität war ursprünglich ein von der Kirche unabhängiger Zusammenschluss von Schülern und Lehrern des Rechts und der Theologie und bietet heute Raum für rund 90.000 Studenten.

Reisen, Italien, BolognaDas „schräge“ Wahrzeichen der geschichtsträchtigen Stadt sind die Türme Asinelli und Garisenda. Der „Torri Asinelli“ ist ganze 97,20 Meter hoch und fasst bei einer Neigung von 2,23 Metern ganze 498 Treppenstufen. Beim Aufstieg trifft man auf 55 Höhenmetern auf eine Plakette, die mitteilt, dass auf dieser Höhe die Plattform des Schiefen Turms von Pisa erreicht wäre. Vom Turm aus hat man einen herrlichen Ausblick nach Rimini und auf die Alpen,den man sich ruhig gönnen sollte.

Die mittelalterliche Stadtanlage Bolognas´ist umgeben von einer alten Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Durch die schöne Altstadt führen sage und schreibe 40 Kilometer lange Laubengänge. Der ideale Ausgangspunkt für einen Stadtspaziergang ist die Piazza Maggiore – hier messen sich erhabene Bauwerke verschiedenster Machthaber früherer Zeit. In welche Bauten lohnt es sich nun aber einzutreten?

Ein besonderer Anblick bietet sich beispielsweise in der Kirche „Santa Maria della Vita“. In dieser fantastischen Kirche befinden sich sieben lebensgroße Terrakottafigubolognaren in ausdruckstarker Anordnung.

Die Terrakottagruppe zeigt die „Compianto del Cristo morto“ (Beweinung Christi 1463) von Niccolò dell’Arca. Nahe der Kirche befindet sich der Palazzo dei Banchi (Palast der Banken). Er ist benannt nach den Wechselstuben, die sich früher in den Arkaden befanden. Auf der gegenüberliegenden Seite der Piazza Maggiore steht der imposante Brunnen „Fontana del Nettuno“. Die Bronzestatue des Meeresgottes Neptun (1563-66) ist ein gelungenes Meisterwerk von Giambologna nach dem Entwurf von Tommaso Laurenti. Im sittenstrengen Barock wurde dem nackten Wassergott nachträglich ein Feigenblatt verpasst. Heute darf der Herr der Meere aber wieder wie er ursprünglich geschaffen wurde auf die Piazza Maggiore schauen.

Reisen, Italien, BolognaIm Süden der Piazza Maggiore befindet sich ein besonderes Schmuckstück Bolognas, die Basilica di San Petronio. Sie ist die größte Pfarrkirche der Welt und gleichzeitig eines der bedeutendsten Gotteshäuser Italiens. Geweiht ist das Gotteshaus dem Schutzpatron Bolognas, einem Bischof aus dem 5. Jahrhundert. Präsentieren muss es sich mit seinen 200 Metern Länge jedoch leider in unvollendetem Rohzustand. Die unfertige Fassade ist im unteren Bereich mit rotem und weißem Marmor, den Farben der Stadt, verkleidet. Der Innenraum der Kirche zeigt im gotischen Stil wunderschöne Spitzbögen und prachtvolle Buntglasfenster. An den Seiten des Raumes befinden sich 22 kleine Kapellen mit kostbaren Malereien und faszinierenden Skulpturen, darunter ebenfalls eine bemalte Terrakottagruppe. Sie zeigt die „Beweinung Christi“ von Vincenzo Onofri geschaffen (spätes 15. Jahrhundert). Es sind hier viele weitere Kunstwerke zu finden unter anderem auch das Kunstwerk „Heilige Rochus“ von Parmigianino.

Reisen, Italien, Bologna

Weiter im Osten der Altstadt Bolognas steht ein Komplex aus vier Kirchen, Santa Stefano (392). Die Taufkirche ließ Bischof Petronio im 5. Jahrhundert mit dem Santo Sepolcro errichten, einer Nachbildung des Heiligen Grabmals Christi in Jerusalem. Das romanische Kirchlein wurde den frühchristlichen Märtyrern Bolognas, Vitale und Agricola, gewidmet.
Im Südwesten der bologneser Altstadt, auf dem 300 Meter hohen Wachhügel „Colle del Guardia“, thront das Kloster „Santuario della Madonna di San Luca“. Im 12. Jahrhundert wurde das wunderschöne Kloster als Frauenkloster gegründet. Heute ist es eine beliebte Wallfahrtskirche und nicht nur Anlaufpunkt für Gläubige aus aller Welt, sondern dank der herrlichen Aussicht und der außergewöhnlichen Architektur Ausflugsziel für zahlreiche Urlauber.

Schon der Weg von der „Porto Saragozza“ auf den Hügel ist eine richtige Attraktion. Mit über drei Kilometern führt der längste Säulengang der Welt, der „Portico di San Luca“, auf den Colle
del Guardia und zum Kloster „Santuario della Madonna di San Luca“. Getragen wird der 3,5 Kilometer lange Arkadengang von 666 Bögen. Im Inneren der terrakottafarbenen Barockkirche weilt das Heiligtum, ein Madonnenbildnis, das angeblich vom Heiligen Lukas gemalt wurde und im 12. Jahrhundert seinen Weg nach Bologna fand. Jedes Jahr wird die Ikone am Himmelfahrtstag mit einer feierlichen Prozession vom Kloster zum Dom von Bologna getragen und geehrt.

Wir danken der Redaktion von LAI_ICON_12p_300dpi-1 „Lust auf Italien“ für diesen interessanten Reisebericht. Weitere interessante Informationen für Italienliebhaber finden Sie hier.

 Bildrechte: CC0/fototeca.enit.it

Vor diesen Ländern haben Urlauber jetzt Angst

Terror,AnschlagTerroranschläge, Flüchtlingskrise, politische Unruhen – all das scheint derzeit die Urlaubslust der Deutschen zu bremsen, denn noch nie waren die Buchungszahlen im Frühjahr so extrem schlecht. Wir zeigen, vor welchen Ländern Urlauber sich derzeit am meisten fürchten. Bisher haben deutlich weniger Menschen ihren Urlaub gebucht als in den Jahren zuvor.

Die Buchungen in der Türkei liegen 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch die Nachfrage für Ägypten und Tunesien ist gering.

„Urlaub in Zeiten von Terror und politischen Umbrüchen – wohin können wir noch reisen?“ Das fragte der Deutsche Reiseverband (DRV) auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin, die am 13. März zu Ende ging. Man würde diese Frage nicht derart offen diskutieren, wenn die Situation nicht so ernst wäre: Die Buchungen für die Türkei liegen etwa 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der touristische Aufschwung in Ägypten ist verpufft. Und Tunesien gilt vielen seit dem Blutbad am Strand von Sousse als überhaupt nicht mehr sicher. Lesen Sie diesen aktuellen Artikel Welche Länder akut vom Terror bedroht sind bei focus.de hier.

Städtetrip nach Nizza: Betörendes Blau am Mittelmeer

nice-238489_640Dieses Blau! Es muss am Licht und am Himmel liegen: Seit Jahrhunderten zieht es Künstler nach Nizza. Als Dankeschön hinterlassen sie ihre Werke auf den Plätzen und Straßen der Stadt. Ein Rundgang durch ein riesiges Museum. Die Stadt muss man besucht haben!

Yves Klein vernarrte sich in das Blau des Himmels seiner Heimatstadt. Mit 19, schrieb er einmal, „begann ich die Vögel zu hassen, weil sie an meinem blauen, wolkenlosen Himmel hin- und herflogen und versuchten, Löcher in mein größtes und schönstes Kunstwerk zu bohren“.
Später behauptete er, er habe den blauen Himmel, „mein schönstes und größtes Monochrom“, bloß „signiert“. Heute zählen seine blauen „Ultramarin“-Werke zu den begehrtesten und teuersten der Welt. Einige von ihnen hängen im MAMAC, Nizzas großem Museum für Moderne Kunst. Lesen Sie diese Reisetipps vollständig bei stern.de hier.

Bildquelle: CC0/fotolia