Der Seniorenblog aus Sachsen

Alternative Bestattungen

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Old Cemetery statue

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: © Perseomedusa – Fotolia.com

 

Nichts ist gewisser als der Tod,

nichts ungewisser als seine Stunde 

(Anselm von Canterbury 1033 – 1109)

“Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet”, soll der griechische Staatsmann Perikles gesagt haben. Dies gilt heute sicherlich nicht mehr so streng – dennoch ist die Totenbestattung ein sehr sensibles Thema.

Die Erdbestattung war seit Jahrhunderten die vorherrschende Form der Beisetzung auf der Grundlage der christlichen Kirche. Immer größere Lücken auf den Friedhöfen sind heute ein Zeichen dafür, dass die Art der Bestattung im Wandel ist. Es liegen immer mehr andere Bestattungsformen im Trend. 

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Bildquelle: „UrneGeschlossen“ von Norbert Hüttisch,

Als Alternative zur Sargbestattung kommt zunächst die Feuerbestattung in Frage. Die Feuerbestattung oder auch Urnenbestattung hat ihren Ursprung in der Bronzezeit, anfangs verwendete man noch gewöhnliche Krüge und Vasen, später fertigte man für die Bestattung der Toten eigene Schmuckurnen an, um den Toten nach der Feuerbestattung weiter zu würdigen. Das Begräbnis einer Urne hat auch lange Tradition, einige Ausgrabungen aus der Eisenzeit beweisen, dass nach Feuerbestattungen Urnen beigesetzt wurden.

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Bildquelle: „Verbrennung eines Toten in einem Krematorium 2009-09-05“ von Henry Mühlpfordt –

Hat der Verstorbene keine Angehörigen oder war es sein letzter Wille, kann auch eine anonyme Bestattung durchgeführt werden. Bei dieser Bestattungsform wird auf einen Grabstein verzichtet. Weiterhin ist es so, dass es bei der Beisetzung die Regel ist, dass man nicht anwesend sein kann. Diese Vorschrift ist in neuerer Zeit durch das Land Berlin gelockert worden. Die anonyme Bestattung wird auch als „Stille Beisetzung“ bezeichnet. Sie wird meistens als Feuerbestattung durchgeführt.

Trauer, Friedwald

Bildquelle: © lunaundmo – Fotolia.com

Die Naturbestattung ist ein aus dem Umfeld der Urnenwaldbetreiber geprägter Begriff, im eigentlichen Sinn ist es die Bezeichnung für Bestattung in freier Landschaft. In neuester Zeit hat bei Naturbestattungen die sogenannte „Baumbestattung“ stark zugenommen.

Bei der Baumbestattung – auch Waldbestattung genannt- wird die Urne des Toten im Wurzelbereich eines Baums bestattet. Diese Bestattungsform wird oft gewählt, weil der Verstorbene eine enge Beziehung zur Natur hatte. Weiterer Vorteil ist, dass die Kosten der Grabpflege wegfallen. In Deutschland ist diese Bestattungsform unter den Begriffen wie „FriedWald“ oder „RuheForst“ bekannt.

Vielleicht nicht so bekannt ist die Luftbestattung. Bei der Luftbestattung, auch Flugbestattung genannt, wird die Asche des Verstorbenen aus einem Flugzeug, einem Hubschrauber oder einem Heißluftballon in der Luft verstreut. Leider ist diese Bestattungsform in Deutschland nicht erlaubt.

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Bildquelle: „Seeurne“ von gk – gk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikipedia – 

Im Gegensatz zur Luftbestattung ist die Seebestattung in Deutschland erlaubt. Die Seebestattung ist bei uns in Deutschland in der Nord – und Ostsee erlaubt. Dabei wird die Asche des Verstorbenen im Meer verstreut. Voraussetzung für diese Art der Bestattung ist eine vorhergehende Feuerbestattung. Die Asche des Toten wird dann in einer speziellen Seebestattungsurne dem Meer übergeben.

Be4i einer  Wiesenbestattung (auch Almwiesenbestattung) wird die Asche des Verstorbenen auf einer Wiese in die Erde gebracht. Eine zusätzliche Trauerfeier an der Grabstätte ist generell möglich. Die Aufstellung eines Grabsteins oder Grabkreuzes jedoch nicht. Sie sollten bedenken, dass durch die Entfernung zur Grabstätte, regelmäßige Besuche vermutlich nur eingeschränkt möglich sind. 

Eine Wiesenbestattung ist in Deutschland aufgrund des Friedhofszwangs nicht erlaubt. In der Schweiz gibt es keinen Friedhofzwang, hier ist eine Almwiesenbestattung möglich.

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Bildquelle: SarahC/pixelio.de

Die Diamantbestattung ist keine eigentliche Bestattungsart, sondern es handelt sich um die Verbringung der Ergebnisse der Feuerbestattung. Nach Vorgabe soll eventuell verbliebener amorpher Kohlenstoff der Kremierungsasche zu einem synthetischen Diamanten „veredelt“ werden. Der Diamant ermöglicht den Hinterbliebenen eine Erinnerung an den Verstorbenen. Die (restliche) anorganische Asche wird jedoch wie üblich beigesetzt. Aus einem kleinen Teil der Kremierungsasche entsteht durch ein spezielles Verfahren ein Diamant. Dieser kann beispielsweise, in einem Schmuckstück verarbeitet, getragen werden. Es gibt auch die Möglichkeit, mehrere Diamanten herstellen zu lassen, wenn mehrere Angehörige diese Erinnerung tragen wollen. Die restliche Asche wird üblicherweise in einem Urnengrab bestattet. Diese Bestattungsart gehört zu den teuersten Bestattungsmöglichkeiten.

Weiterführende Links:

bestattungen.de

FriedWald

RuheForst

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Autorenteam Sonja Bode & Harry Bode

Textquellen auszugsweise: Wikipedia/katholisch.de/wochenspiegellive.de/bestattungen.de/